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Adelphia-Übernahme durch Time Warner und Comcast in trockenen Tüchern

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Die bereits angekündigte Übernahme des insolventen US-Kabelnetzbetreibers und Pay-TV-Anbieters Adelphia durch den Mediengiganten Time Warner und den Marktführer auf dem Kabel-TV-Markt Comcast ist nach einigem Hin und Her nun offenbar beschlossene Sache. Bereits Anfang des Monats war über die mögliche Fusion zum größten Pay-TV-Anbieter der USA spekuliert worden.

US-Medien berichten, dass die beiden Unternehmen insgesamt 17,6 Milliarden US-Dollar für Adelphia bezahlen werden -- davon 12,7 Milliarden Dollar in bar, den Rest in Aktien. Comcast werde netto 1,5 Milliarden Dollar zum Barbetrag beisteuern, heißt es weiter. Die Einigung ist vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre von Time Warner und Comcast sowie der US-Wettbewerbsbehörden.

Adelphia befindet sich seit 2002 in einem Insolvenzverfahren, nachdem die Gründerfamilie die Kassen um Milliardenbeträge geplündert hatte. Firmengründer John Rigas und sein Sohn Timothy sind inzwischen für schuldig befunden worden und warten auf die Verurteilung. In dem Verfahren konnten sich die Geschworenen nicht auf einen Schuldspruch für den zweiten Sohn Michael Rigas einigen. (tol)

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