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Adobe Max Sneak Previews: Foto-, Video- und Audio-Bearbeitung

Auf der Adobe Max hat der Software-Hersteller einige Forschungsprojekte vorgestellt, darunter einen Cloud-gestützten Foto-Entwickler, eine automatische Layout-Funktion und ein Schnittwerkzeug für VR-Videos.

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(Bild: André Kramer)

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Adobe hat auf der Hausmesse Max Einblicke in eine Reihe Projekte aus Forschung und Entwicklung gegeben. Viele solcher Sneak Previews haben es in den vergangenen Jahren in die Desktop-Anwendungen der Creative Cloud geschafft.

Project Nimbus soll die Cloud-Fähigkeiten von Lightroom erweitern, das bereits Fotos mit Lightroom Mobile über die Creative Cloud austauscht. Das Programm bringt die Berechnung der Bildkorrekturen in die Cloud. Der Prototyp enthält aus Lightroom bekannte Entwicklungseinstellungen wie Regler für Schatten und Lichter, Schwarz und Weiß sowie "Dunst entfernen".

Bereits jetzt rechnet Adobe im Netz. Photoshop Fix lagert beispielsweise besonders rechenintensive Filter wie Verflüssigen aus, weil die Hardware von Smarthpones und Tablets dafür zu langsam ist. Eine öffentliche Beta von Project Nimbus soll in der ersten Hälfte 2017 erscheinen.

Project Clover beschreibt einen vielversprechenden Ansatz für den Schnitt von VR-Videos.

Mit Project Clover lassen sich Virtual-Reality-Filme schneiden. Notwendig ist eine Oculus Rift samt Touch-Controller. Am Schnittplatz kann man sich im VR-Video umsehen und die initiale Kameraposition festlegen. Der Betrachter kann sich später frei im Video umsehen, fürs Storytelling ist es allerdings wichtig, wo die Bilder nach einem Schnitt anknüpfen. Das geschieht über ein eingeblendetes Widget. Die Funktion könnte bald in Premiere Pro die noch rudimentären VR-Funktionen ergänzen.

Project Quick Layout beschreibt eine Technik, mit der sich beispielsweise zusätzliche Fotos in ein fertiges Layout integrieren lassen, ohne dass die vorhandenen Elemente manuell neu verteilt werden müssen. Die Software repositioniert Schriftzüge und Bilder automatisch, wenn ein Objekt ergänzt wird. Die Software passt den Rest dynamisch an.

Project Vocal setzt Sprachaufnahmen durch simple Texteingabe neu zusammen.

Project VoCo wandelt Sprachaufnahmen in editierbaren Text und umgekehrt. Dazu ist eine 20 Minuten umfassende Sprachaufnahme notwendig. Das Programm analysiert den gesprochenen Text und stellt ihn in geschriebener Sprache dar. Bearbeitet man den Text, passt die Software die Audio-Aufnahme an. So lassen sich nicht nur Wörter umstellen. Die Software arbeitet ähnlich wie bereits etablierte Programme zur automatischen Spracherkennung und Sprachsynthese auf Phonem-Level und kann auf diese Weise auch neue Wörter synthetisieren.

SkyReplace ergänzt nicht nur den Himmel, sondern passt auch die Farben des Fotos an.

Darüber hinaus gab es etliche weitere Projekte zu sehen. SkyReplace etwa ersetzt automatisch den Himmel in einem Foto. Dabei analysiert die Software zunächst die obere Bildregion, um den Himmel zu finden. Nach der Montage passt sie Farben und Helligkeit des Fotos an den neuen Himmel an.

Mit dem Projekt Stylit lässt sich die Zeichnung eines Balls auf jede beliebige Form übertragen. Den Ball zeichnet man inklusive Schatten, Horizont, Hintergrund und Schattierungen auf ein Blatt Papier. Den so definierten Zeichenstil überträgt die Software auf jedes beliebige 3D-Modell. Stylit steht als Demo zum Download bereit. Auf der Webseite finden sich auch etliche Beispiele für komplexe Gemälde von Nutzern, die in Wahrheit nicht viel mehr als einen Ball malen können.

(Quelle: ČVUT v Praze / Adobe Research)

(akr)