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Adobe Premiere Pro CC gibt VR-Inhalte aus

Adobe hat neue Funktionen für die Video-Produkte Premiere Pro, After Effects und Audition vorgestellt. Das Videoschnittprogramm bearbeitet künftig 360-Grad-Aufnahmen für Virtual Reality, der Audio-Editor bekommt eine neue Sound-Konsole.

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Adobe hat kurz vor der National Association of Broadcasters Show (NAB) in Las Vegas aktualisierte Funktionen für die Video-Produkte Premiere Pro CC und After Effects CC sowie für den Audio-Editor Audition CC vorgestellt. Die Zielgruppe sind Filmschaffende, Fernsehsender und Pay-TV-Anbieter: Premiere Pro sei zuletzt bei der Produktion von des Marvel-Films Deadpool und David Finchers neuer Netflix-Serie Mindhunter zum Einsatz gekommen.

Premiere Pro bringt neue Optionen zur Videoverwaltung mit. So soll das Programm Videos nach dem Modell von Lightroom im Hintergrund vom Speichermedium kopieren oder gering aufgelöste Stellvertreter anlegen können. Premiere Pro CC und Adobe Media Encoder CC sollen auch auf schwächerer Hardware mit 8K-, HDR- oder HFR-Inhalten umgehen können, indem sie zwischen nativen und Stellvertreter-Formaten wechseln.

Der Arbeitsbereich Lumetri-Farbe bringt neue Looks mit. Wichtiger ist aber die neue HSL-Palette. Mit ihr lassen sich auf einfache Weise Farbbereiche auswählen, deren Farbtemperatur, Kontrast und Sättigung sich mit Reglern bearbeiten lassen.

Nicht zuletzt lassen sich in der neuen Premiere-Pro-Version 360-Grad-Aufnahmen für Virtual Reality bearbeiten, als Vorschau anzeigen und für verschiedene VR-Medien aufbereiten. Über Klicken und Ziehen navigiert die Software im Ansichtsfenster. Auf Wunsch gibt Premiere Pro Stereobilder in einem Split-Fenster aus oder überlagert Farbanaglyphenbilder zur Ansicht mit einer 3D-Brille.

Ein YouTube-Video aus dem Kanal Adobe Creative Cloud erläutert die einzelnen 3D-Optionen (siehe unten). Im Exportfenster gibt es eine neue "Video is VR"-Checkbox, die die entsprechenden Exportoptionen aufruft.

Das Animationsprogramm After Effects CC hat eine neue Video- und Audiovorschaufunktion erhalten. Sie soll Inhalte durch erweiterte GPU-Unterstützung deutlich schneller und flüssiger anzeigen. Adobe hat außerdem Cinema 4D Lite integriert, um 3D-Animation zu ermöglichen.

Das Zusatz-Tool Character Animator erweckt Illustrationen zum Leben, indem es Kopf-, Augen- und Lippenbewegungen von der Webcam in Animationen umsetzt, vorausgesetzt der Anwender hat Vorlagen für Mundbewegungen und anderes korrekt angelegt.

Der Audio-Editor Audition CC erhält die Essential-Sound-Konsole. Sie repariert Audio-Aufnahmen, gleicht Lautstärke an und erhöht die Sprachverständlichkeit. Die Bedienoberfläche wurde nach dem Vorbild der Lumetri-Palette in Premiere Pro gestaltet und soll Videoprofis ohne tiefgehende Audio-Kenntnisse befähigen, Sound-Material zu bearbeiten. Auch hierfür hat Adobe ein kurzes Video erstellt, das wir ganz unten eingefügt haben.

Die neuen Versionen sollen in den kommenden Monaten als Teil der Creative Cloud erscheinen. Ein Abo kostet derzeit 59,49 Euro pro Monat.

Ein Video aus dem YouTube-Kanal der Adobe Creative Cloud zeigt den neuen VR-Workflow in Premiere Pro CC.
In diesem Video zeigt Adobe, was die Essential-Sound-Konsole in Audition CC leistet.

(akr)