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Adobe-Projekt bearbeitet Porträts mit KI

Ein Projekt von Adobe Research nutzt Künstliche Intelligenz und Deep Learning, um die Proportionen, die Abbildungstiefe und den künstlerischen Stil in Smartphone-Selfies automatisch zu bearbeiten.

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Adobes Forschungsabteilung gibt einen Ausblick auf die Möglichkeiten mobiler Porträt-Bearbeitung. Ein Sneak-Peak-Video auf YouTube zeigt ein Projekt, das Smartphone-Selfies analysiert und die Daten zur Bearbeitung nutzt.

Im November hatte Adobe auf der Hausmesse Max seine KI-Plattform Adobe Sensei vorgestellt. Photoshop nutzt bereits Verfahren Künstlicher Intelligenz zur Porträt-Bearbeitung. Adobe Research baut diese Möglichkeiten nun sukzessive aus.

Das Projekt zeigt eine App, die verschiedene Methoden vereint, die bereits Bestandteil von Adobe Sensei sind. Dazu gehört automatische Segmentierung des Bilds in Bestandteile wie Kopf, Lippen, Augen und Nase. Diese Informationen nutzt Adobe, um Proportionen im Gesicht zu ändern.

Sensei kann auch virtuelle Abbildungstiefe erzeugen, damit das Bild im Ergebnis wirkt, als sei es mit längerer Brennweite, als bei Smartphone-Kameras üblich, aufgenommen worden. Das Video zeigt sogar, die der Anwender den Kopf seines Selfies in eine andere Richtung bewegt. Unscharfer Hintergrund ist dann die einfachste Übung.

Zu den im Video gezeigten Fähigkeiten gehört außerdem Stiltransfer, also die Übertragung eines fotografisches Stils inklusive Farbgebung, Lichtstimmung und Kontrastverhältnissen von einem beispielsweise im Web ausgewählten Foto auf ein anderes.

Die gezeigte Testperson nutzt im Video ein iPhone und die App Photoshop Fix. Aktuell sind die gezeigten Funktionen zwar noch nicht Bestansteil der App, bald könnten sie aber ganz oder teilweise darin aufgehen.

Adobe Research zur Zukunft mobiler Porträt-Bearbeitung (Quelle: Adobe Research)

(akr)