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Adobe stellt Acrobat 5 vor

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Mit Version 5 wird das PDF-Werkzeug Acrobat gruppentauglich. Anwender können Dokumente auf einem Server im Intra- oder Internet speichern und gemeinsam bearbeiten. Mitgelieferte, zu den gängigen Web-Browsern kompatible Plug-ins erlauben das Kommentieren, Hervorheben, Unterstreichen oder Durchstreichen von Textpassagen in PDF-Dokumenten.

Acrobat 5 integriert sich gegebenenfalls selbstständig in Microsofts Office-Paket, richtet zwei Buttons ein, die ein schnelles Umwandeln von Office-Dokumenten nach PDF und den Versand per E-Mail erlauben. Auch die Oberfläche mit ihren Toolbars im MS-Office-Stil und einer Sidebar à la Internet Explorer ähnelt ungewohnt den Microsoft-Produkten.

Neue Exportfunktionen speichern Texte im RTF-, Grafiken wahlweise als TIFF-, JPEG- oder PNG-Format. Die Sicherheitseinstellungen erlauben eine feinere Kontrolle der Zugriffsrechte als bisher, um beispielsweise den Ausdruck auf niedrige Qualität zu beschränken. Vor unerwünschtem Zugriff soll eine 128-Bit-Verschlüsselung schützen.

Mit der Web-Capture-Funktion kann man Webseiten oder ganze -sites ins PDF-Format wandeln. Auf Wunsch verfolgt das Programm Links und fügt die verknüpften Seiten an das PDF-Dokument an. Cascading Stylesheets und Javascript werden unterstützt.

Die bildschirmgerechte Umformatierung von Dokumenten, ebenfalls eine Neuheit in Version 5, ist eine Facette, auf die die PDF-Gemeinde schon lange wartet, weil sie den Online-Einsatz von PDF erheblich erleichtert. Leider funktioniert dieses Feature aber nicht bei existierenden, sondern nur bei neuen, speziell angelegten Dokumenten.

Thumbnails zur Navigation innerhalb des PDF-Dokuments erstellt Acrobat automatisch. Lesezeichen kann der Anwender zur besseren Übersicht mit Textformatierungen wie Fett- oder Kursivschrift und Farben versehen.

Acrobat 5 bringt erstmals auch Stapelverarbeitungs-Scripts mit, um beispielsweise mehrere Dokumente in RTF umzuwandeln oder deren Attachments zu entfernen. Per Javascript können Anwender erweiterte Funktionen selbst schreiben.

Die Vollversion soll im April erscheinen und rund 700 Mark, das Update 235 Mark kosten. Zeitgleich wird es Version 5 des kostenlosen Acrobat Reader, der auf das Betrachten und Ausdrucken von Dokumenten beschränkt ist, zum Download geben. (Rainald Menge) / (se)