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Adobe verbessert Porträtretusche in Photoshop

Ab sofort stehen Updates für Adobes Creative-Cloud-Anwendungen zum Download. Sie betreffen die Integration des Bilderdienstes Adobe Stock. Außerdem bekommt Photoshop neue Funktionen zur Porträtretusche.

Adobe verbessert Porträtretusche in Photoshop

Photoshop bekommt einen großen Satz Regler zur Porträtretusche.

Mit dem neuesten Release der Creative Cloud entwickelt Adobe seinen Agenturfotodienst Adobe Stock. Photoshop erhält außerdem eine Reihe neuer Funktionen. Wir haben sie angetestet. Die Neuerungen bei Adobe Stock betreffen die Integration in die Anwendungen Photoshop, Illustrator, InDesign, After Effects und Premiere Pro, für die seit dem 21. Juni Updates zum Download stehen, aber auch die Inhalte selbst.

Der Agenturfotodienst Adobe Stock erhält nun von Adobe kuratierte Fotos.

Seit Einführung der Creative Cloud im Jahr 2012 setzt Adobe mehr und mehr auf Community, die Bereitstellung von Inhalten und mobile Apps. Eine zentrale Stellung nimmt dabei CreativeSync ein. Nutzer können damit Bibliotheken aus Fotos, Vektorgrafiken, Pinselspitzen, Farbkombinationen und Schriften über die Creative-Cloud mit verschiedenen Desktop-Anwendungen und Mobil-Apps auf beliebigen Geräten synchronisieren.

Über Panels in den eingangs erwähnten Anwendungen können Nutzer nach Fotos suchen und diese noch vor dem Kauf der Rechte mit Wasserzeichen in Dokumente integrieren. Nach Erwerb werden die Dokumente automatisch aktualisiert.

Adobe-Mitarbeiter haben etwa 100.000 hochwertige Fotos für den Dienst Adobe Stock ausgewählt. Mit dem neu geschaffenen "Contributor-Portal" sollen Nutzer künftig über Lightroom, Bridge und Adobe Stock ihre Fotos hochladen können.

Photoshop beschneidet ein Foto auf Wunsch auch außerhalb dessen Grenzen und füllt weiße Kanten automatisch auf.

Photoshop hat eine Funktion zum inhaltsbasierten Beschneiden enthalten, die nach dem Geraderichten eines Fotos mit schiefem Horizont weiße Ecken auffüllt. Dabei analysiert sie die Umgebung und ergänzt passende Texturen wie eine grüne Wiese oder Strand.

Die bereits Ende Mai angekündigte Funktion arbeitet bei gleichmäßigen Texturen erstaunlich gut und ergänzt Himmel oder Meer in einem ersten Test nahtlos. Photoshop schafft es auch, Zäune und Zweige zu ergänzen. Bei solch komplexen Hintergründen ist allerdings nach wie vor Handarbeit gefragt.

Eine Option namens "Gesichtsbezogenes Verflüssigen" im Verflüssigen-Filter trägt dem Haupteinsatzzweck dieser Funktion Rechnung: der Porträtretusche. Statt mit dem Pinselwerkzeug Merkmale wie die Nase zu bearbeiten, stehen nun für die Partien Auge, Nase, Mund und Gesichtsform jeweils eine Reihe Regler zur Verfügung.

Die Funktion nutzt Gesichtserkennung zur Porträtretusche. Zunächst muss das Gesichtswerkzeug die betreffenden Partien identifizieren, was im Test allerdings nicht mit jedem Porträt funktionierte. Anschließend kann man Augen, Nase und Mund vergrößern und verschieben. Dabei setzen die Regler einen realistischen Rahmen, der das Gesicht nicht über ein vernünftiges Maß verändert, aber spürbare Resultate zeigt. Adobe liefert hier ein mächtiges Werkzeug zur Porträtbearbeitung.

Die Font-Analyse des Text-Werkzeugs sucht selbstständig nach passendem Ersatz, wenn eine gewünschte Schrift nicht installiert ist.

Die "Match Font" getaufte Funktion schlägt eine passende Schriftart vor, wenn eine im Dokument verwendete Schriftart nicht auf dem System installiert ist. Sie sucht danach auf dem Computer oder im Adobe-Dienst Typekit nach einer ähnlichen Schriftart. Im test ersetzte sie eine serifenlose Schrift durch die Adobe-Schriftart Myriad Pro, was ein wenig uninspiriert wirkt.

Außerdem soll Photoshop dreimal schneller starten und Dateien öffnen als zuvor; die inhaltssensitiven Funktionen sollen viermal schneller laufen. Creative-Cloud-Kunden können das Update ab sofort herunterladen und installieren. Photoshop und Lightroom kosten im Bundle knapp 12 Euro im Monat. Das gesamte Adobe-Portfolio gibts für knapp 60 Euro monatlich. (akr)

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