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Adobe verwebt Marketing und Document Cloud

Adobe knüpft an einem mächtigen Netz aus Apps und Services: Intern verwebt der Konzern seine Dokumenten- und Marketing-Plattformen, extern sucht er die Anbindung an Online-Speicherdienste und Unternehmens-Software.

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Adobes Webanalyse- und PDF-Services wachsen zusammen: Das für die elektronische Signatur entwickelte Adobe Sign soll die Marketing Cloud bereichern, um Bestellungen und Anträge papierlos abzuwickeln. Die Document Cloud mit ihren Diensten rund um PDF und elektronische Unterschriften verzahnt Adobe mit Online-Speicherdiensten und Unternehmensanwendungen von SAP, Oracle und anderen. Die Updates sind im Laufe des Mai zu erwarten.

Mit der Marketing Cloud zur Datenanalyse und Dokumentenverwaltung hat sich Adobe ein solides drittes Standbein aufgebaut. Da der neue Bereich nicht zu weit von den etablierten Geschäftsfeldern Creative Cloud (Photoshop und Co.) und Document Cloud entfernt liegt, kann der Konzern seine Entwicklungen geschickt mehrfach verwenden. So soll Adobe Sign nun helfen, über das Content Management System der Marketing Cloud Formulare elektronisch unterschreiben zu lassen. Dadurch kann der Anwender Signatur-Workflows mit mehreren Personen organisieren und nachverfolgen. Um europäische Datenschutz-Gesetze zu erfüllen, hat Adobe ein Rechenzentrum in Frankfurt sowie eines für Backup-Zwecke in Dublin eingerichtet. Außerdem verspricht der Hersteller Konformität mit der ab Juli diesen Jahres geltenden europäischen Signatur-Richtlinie eIDAS.

Adobe Marketing Cloud (3 Bilder)

Adobe verschmilzt seine Dokumenten- und Marketing-Plattformen. Damit können Anträge papierlos abgewickelt werden – vom Ausfüllen des Formulars...
(Bild: Adobe)

Die Anwendungen der Document Cloud arbeiten bereits mit einer Handvoll Services anderer Unternehmen zusammen. So kann man PDF-Dokumente in der Dropbox direkt mit Acrobat DC, Acrobat Reader und Adobe eSign bearbeiten – auf dem Desktop oder mobil. Das Spektrum erweitert sich jetzt um die Cloud-Speicher Box und Microsoft OneDrive. Document-Cloud-Abonnenten erhalten auch ein Update für den PDF-Editor Acrobat DC. Ein neuer Markierstift erlaubt es, Inhalte in gescannten Dokumenten zu markieren; bislang gibt es nur Stifte, die formatierten Text erkennen. Den Scan-OCR-Prozess will Adobe ebenfalls verbessert haben. Für Nutzer mit Sehschwäche wurden Dialoge und Menüs überarbeitet, sie können sich beispielsweise die Hauptansicht und die Speichern-unter-Optionen von einem Screenreader vorlesen lassen. (atr)