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Adobes Creative-Cloud-Update rollt an

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Adobe hat die Updates seiner Grafik- und Videosoftware mit der Versionsnummer CC veröffentlicht. Das Kürzel steht für Creative Cloud und markiert Adobes Abschied vom Software-Verkauf hin zum Abo-Modell. Besitzer einer älteren Creative Suite können diese noch beliebig lange nutzen beziehungsweise so lange, bis die Umstände einen Wechsel erzwingen. Die Produktpflege für die Creative Suite wird sich laut Adobe auf Wartungs-Updates beschränken, neue Funktionen fließen nur noch in die CC-Linie ein.

Das Komplett-Abo kostet monatlich 61,50 Euro. Damit lassen sich sämtliche Grafik-, Video- und Web-Anwendungen nutzen, die bislang unter der Creative-Suite-Flagge segelten, plus uneingeschränkten Zugriff auf Adobes Cloud-Services. Einzelne Anwendungen wie Photoshop, InDesign oder Premiere Pro können für 24,60 Euro abonniert werden, der Nutzer erhält damit aber nur eingeschränkten Zugriff auf die Cloud-Services. Für Bestandskunden gibt es diverse Rabatte, die allerdings nur ein Jahr lang gelten; danach wird die volle Gebühr fällig.

Adobes radikaler Umstieg auf das Abomodell hat heftige Proteste ausgelöst: Zum einen benötigen viele Profis nur ein bis zwei Hauptprodukte und darüber hinaus nicht jedes Update. Zum anderen gibt es für professionelle Kunden kein zufriedenstellendes Ausstiegsszenario. Beendet der Nutzer das Abo, quittieren auch die Anwendungen ihren Dienst, sodass er auf ältere Projekte nicht mehr zugreifen kann. (atr)