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Ältere Versionen von AVAST und AVG blockieren Upgrade auf Windows 10 1903/1909

Bei Systemen mit älteren Versionen der Antivirensoftware von AVAST / AVG blockiert Microsoft derzeit Funktionsupdates auf die Windows-Versionen 1903 und 1909.

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(Bild: pixabay/Wikipedia (Collage))

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Nutzer bestimmter älterer Versionen der Antivirenprogramme von Avast und AVG können aktuell kein Funktionsupdate auf die Windows-10-Versionen 1903 und 1909 durchführen. Das gilt sowohl für die Client- als auch für die Server-Versionen des Betriebssystems. Betroffen sind Systeme, auf denen eine Version von Avast oder AVG bis einschließlich 19.5.4444.567 installiert ist.

Das geht aus einem Eintrag vom 25. November 2019 auf der Windows-10-Statusseite hervor. Der technische Hintergrund ist, dass Microsoft und AVAST Kompatibilitätsprobleme mit einigen älteren Versionen von Avast Antivirus und AVG Antivirus identifiziert haben.

Microsoft geht nur von einer kleinen Anzahl von Benutzern aus, die eine solche ältere Version installiert hat. Vorsorglich wurde aber eine Upgrade-Blockade gesetzt, so dass auf diesen Systemen keine Funktionsupdates auf das Windows 10 Mai 2019 Update (Version 1903) oder das Windows 10 November 2019 Update (Version 1909) angeboten werden.

Microsoft rät Nutzern dringend von dem Versuch ab, diese Blockade mittels per Media Creation Tool erstellter Installationsmedien zu umgehen. Im besten Fall wird bei einem solchen Upgrade-Versuch eine entsprechende Warnung des Setup-Assistenten mit weiterführenden Hinweisen angezeigt.

(Bild: Screenshot)

Um betroffene Maschinen auf die gewünschte Windows 10-Build zu aktualisieren, empfiehlt Microsoft, eine neuere Version der installierten Antivirus-Software von AVAST beziehungsweise AVG von den Herstellerseiten herunterzuladen und zu installieren. Hinweise zum Upgrade der Antivirussoftware finden sich in separaten Supportbeiträgen von AVAST beziehungweise von AVG.

Nach einem erfolgreichen Upgrade der Antivirussoftware sollte das Funktionsupdate für Windows 10 Version 1903 oder 1909 angeboten und installiert werden, sofern keine weiteren bekanntem Kompatibilitätsprobleme mit Hard- und Software-Komponenten existieren.

Der Grund, warum beide Windows 10-Versionen von diesen Kompatibilitätsproblemen betroffen sind, ist übrigens der neue Ansatz, den Microsoft erstmals für das Windows 10 November 2019 Update (Version 1909) verwendet hat.

Diese Windows 10-Version erhält die gleichen Updates wie das Windows 10 Mai 2019 Update (Version 1903). Beide Windows-10-Versionen besitzen also den gleichen Code und die gleichen Systemdateien. Zur Freischaltung der Funktionalität der Version 1909 kommt ein sogenanntes "Enablement Update" (KB4517245) zum Einsatz. Dieses stellt die Build-Nummer intern auf 18363 um und bewirkt, dass das Programm Winver die Version 1909 für Windows 10 anzeigt, obwohl die Systemdateien intern die gleiche Build-Nummer 18362 wie für Windows 10 Version 1903 aufweisen.

Weitere Details zu diesem Ansatz, von dem sich Microsoft problemfreies und schnelleres Funktionsupdate von Windows 10 Version 1903 auf Version 1909 versprochen hat, hat der Autor dieser Meldung in einem Blogeintrag zusammengetragen.

Ob das Verfahren auch 2020 bei neuen Windows 10-Builds beibehalten wird, steht aktuell noch nicht fest; Microsoft will zunächst das Feedback und die Erfahrungen der Nutzer auswerten.

(ovw)