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Agilent übertrifft Quartals-Prognose der Wall Street

Agilent Technologies, weltweit agierender Hersteller von Netz- und Messtechnikgeräten, hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Erwartungen der Wall Street noch übertroffen. Der Gewinn nach Steuern konnte um 18 Prozent auf 154 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahres-Quartal (131 Millionen US-Dollar) gesteigert werden. Ohne die Berücksichtigung außergewöhnlicher Ausgaben stieg der Gewinn im ersten Quartal sogar um 66 Prozent auf 237 Millionen US-Dollar (Vorjahr 134 Millionen US-Dollar). Der Umsatz nahm nach Konzernangaben um 26 Prozent von 2,25 Milliarden auf 2,84 Milliarden US-Dollar zu.

Agilent-Sprecher warnten zugleich aber davor, dass angesichts des starken Rückgangs bei der Nachfrage nach Produkten für die Halbleiter- und Kommunikationsindustrie die Gewinnerwartungen für das restliche Geschäftsjahr nach unten geschraubt werden müssten. Es gebe signifikante Zeichen, dass sich der Boom in den Agilent-Märkten abschwäche. Agilent war 1999 im Rahmen der Zweiteilung von Hewlett-Packard als eigenständiges Unternehmen auf den Markt getreten und beschäftigt heute mehr als 40.000 Mitarbeiter in 110 Ländern.

"Die ökonomischen Rahmenbedingungen sind derzeit sehr instabil und wir betrachten dieses Jahr mit einer gehörigen Portion Skepsis", erläuterte Robert Walker, Finanz-Chef von Agilent. Die Gewinnaussichten für 2001 werden nach Walkers Ansicht bis zu 40 Prozent unter den von Wall-Street-Analysten prognostizierten Zahlen liegen. Walker geht davon aus, dass der Gesamtumsatz von Agilent in diesem Jahr nur um etwa 10 bis 15 Prozent steigen wird.

Die Agilent-Aktie war noch vor Bekanntgabe des Quartalsergebnisses an der New Yorker Börse um 16 Prozent auf 44 US-Dollar abgesackt. Viele Anleger hatten befürchtet, dass Agilent schon jetzt mit in den Sog der Telecom-Krise gezogen würde. Nachbörslich wurde die Agilent-Aktie mit 41,5 US-Dollar notiert. (pmz)

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