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Aigner: Facebook verstößt gegen Datenschutz

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Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat das Internet-Netzwerk Facebook wegen weiterer Verstöße gegen den Datenschutz angegriffen. Laut Nachrichtenmagazin Focus kritisierte die Ministerin, das Unternehmen besorge sich Daten von Menschen, die das Netzwerk gar nicht nutzten. So sei Facebook zu einem "Einwohnermeldeamt für die ganze Welt" geworden, sagte die CSU-Politikerin. Sie habe ein Problem damit, wenn ein Teil der Gewinne des Unternehmens "auf der Verletzung bestehender Gesetze beruht".

Ministerin Ilse Aigner

(Bild: Bundesregierung)

Wie die Ministerin angibt, ließ die Firma eine Software entwickeln, um Kontaktdaten von iPhones-Mobiltelefonen direkt auf Facebook zu übertragen. Als Folge dieses Datenabgleichs beispielsweise ihrer engsten Mitarbeiter könne es dazu kommen, dass ihre geheime Handynummer samt Mail-Adresse bei Facebook landet, ohne dass sie davon erfährt. Ärzte, Psychologen und Anwälte hätten sich gemeldet, die über diesen Datenabgleich bestürzt seien. Ein Psychotherapeut habe berichtet, dass seine Patienten Listen von Freundschaftsvorschlägen bekämen, auf denen auch die Namen weiterer Patienten auftauchten.

"Wer bei wem in Therapie ist, ist doch keine Information für die Öffentlichkeit", sagte die Ministerin. Sie erwartet von dem sozialen Netzwerk, dass keine Telefondaten von Personen gespeichert werden, die Facebook selbst nicht nutzen. Wegen der Datenschutz-Verstöße hat Aigner vor kurzem nach einem Gespräch mit Facebook-Manager Richard Allen ihre Mitgliedschaft bei Facebook beendet .
(dpa) / (uh)

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