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Airbnb-Klon Wimdu gibt auf

90 Millionen Dollar steckte die Ferienwohnungsplattform Wimdu 2011 von Investoren ein. Aber für den Erfolg hat es nicht gereicht, Ende des Jahres ist Schluss.

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Airbnb-Klon Wimdu gibt auf

(Bild: Wimdu)

Die Ferienwohnungsplattform Wimdu stellt zum Ende des Jahres den Betrieb ein. Grund dafür seien schwerwiegende finanzielle und geschäftliche Herausforderungen, heißt es in der Mitteilung des Startups. Für die 100 Mitarbeiter in Berlin und Lissabon wolle man sich um eine faire Lösung bemühen.

Alle Buchungen, die Kunden noch für 2018 getätigt haben, sollen laut der Wimdu-Mitteilung noch erfüllt werden. Bei Buchungen für das Jahr 2019 sollen die jeweiligen Bucher für eine Lösung kontaktiert werden. Wimdu wurde 2011 gegründet, vom Geschäftsmodell her ein direkter Klon der 2008 gegründeten US-Plattform Airbnb. Kurz nach der Gründung steckten der Risikokapitalgeber Kinnevik und der Inkubator Rocket Internet 90 Millionen US-Dollar in Wimdu, zur damaligen in Zeit in Europa eine der höchsten Investitionen in ein Startup.

Die Plattform setzte zunächst auf rasantes Wachstum, zeitweise waren 400 Mitarbeiter unter Vertrag. Aus den roten Zahlen kam man wohl aber nicht. 2016 verkauften die Investoren dann an den dänischen Ferienwohnungsvermittler Novasol, der zur US-Gruppe Wyndham gehört. Im Februar übernahm wiederum der US-Finanzinvestor Platinum Equity das Europa-Geschäft von Wyndham. Am Donnerstag gab Platinum Equity dann vor der Belegschaft bekannt, dass man die Reißleine ziehe, wie der Fachdienst Gründerszene schreibt. (axk)

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