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Airbus glich Kontendaten der Mitarbeiter ab

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Der Datenschutz von Arbeitnehmern steckt nach Ansicht von Datenschützern in einer tiefen Krise – unisono fordern etwa die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder schnelle Maßnahmen, um den Arbeitnehmerdatenschutz zu verbessern, und die Verabschiedung eines Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz. Nach den Skandalen bei Lidl, der Telekom und der Bahn gibt den Datenschützern nun ein neuer Vorfall Recht: Der Flugzeugbauer Airbus hat die Kontendaten von Mitarbeitern mit denen von Zulieferern abgeglichen. Auch hier soll es um Korruptionsbekämpfung gegangen sein, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Der Abgleich der Kontendaten soll im Jahr 2007 bei sämtlichen der damals rund 22.000 Beschäftigen des Konzerns in Deutschland stattgefunden haben. Ein Konzernsprecher bestätigte den Vorgang gegenüber der Zeitung. Allerdings haben weder Mitarbeiter noch Betriebsrat von dem Datenabgleich erfahren, erst nach Antritt des neuen Personalchefs im Oktober 2008 ist der Betriebsrat informiert worden. Der will den Vorgang jetzt juristisch prüfen lassen, zumal es bei Airbus seit 1997 eine Betriebsvereinbarung gibt, nach der laut Betriebsrat die Arbeitnehmervertreter über eine Datenabgleich nicht nur informiert werden, sondern explizit ihre Zustimmung geben müssen. (jk)