Menü

Aktionäre segnen Milliardenübernahme von Dow Jones ab

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket  speichern vorlesen Drucken Kommentare lesen 16 Beiträge
Von

Die Milliardenübernahme des US-amerikanischen Medienkonzerns Dow Jones durch den Print- und TV-Mogul Rupert Murdoch ist perfekt. Die Dow Jones-Aktionäre segneten den Kauf für mehr als fünf Milliarden US-Dollar (3,4 Milliarden Euro) am heutigen Donnerstag in New York mit deutlicher Mehrheit ab, berichtete das Dow Jones-Flaggschiff Wall Street Journal. Der endgültige formale Abschluss des Geschäfts sollte am Abend bekanntgegeben werden.

Murdoch hatte sich bereits zuvor durch eine Einigung mit den Mehrheitsaktionären der Familie Bancroft die Zustimmung gesichert. Der 76-jährige will die Wirtschaftszeitung Wall Street Journal stark ausbauen – auch international. Das Blatt soll Berichten zufolge der Londoner "Financial Times" auf ihrem Stammmarkt Europa noch mehr Konkurrenz machen. Zum anderen ziele Murdoch auf das amerikanische Traditionsblatt "New York Times". Erwartet wird zudem, dass der Milliardär das bisher kostenpflichtige Online-Angebot des Wall Street Journal öffnet und die Werbeeinnahmen steigern will.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Murdoch entscheidende personelle Weichen gestellt. Der bisherige Chef des Murdoch-Verlages News International, Les Hinton, geht von London nach New York und löst Richard Zannino als Dow Jones-Chef ab. Neuer Herausgeber des Wall Street Journal wird Robert Thomson, bisher geschäftsführender Chefredakteur der Londoner Murdoch-Zeitung "The Times".

Murdochs News Corporation ist eines der größten Medienimperien weltweit. Zum Konzern zählen etwa in den USA eine Reihe von Zeitungen und TV-Kanälen ("Fox") sowie in Europa unter anderem das britische Boulevardblatt "The Sun" sowie Fernsehsender in Großbritannien und Italien.

Dow Jones hat einen Jahresumsatz von rund 2 Milliarden US-Dollar, während es News Corp. auf 28 Milliarden Dollar bringt. Zu Dow Jones gehören auch die angesehene Börsenwochenzeitung "Barron's", der Finanznachrichtenanbieter Dow Jones News Wires, die Börsen-Website MarketWatch und die News-Datenbank Factiva. (dpa) / (pmz)