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Aldi-Notebook: Das heiße Schnäppchen

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Heiß ist nicht nur der Aldi-Preis von knapp 3000 Mark für ein Notebook mit dieser Ausstattung. Dem Tester im c't-Labor wurde es auch ein wenig zu warm um den Schoß, als er das laufende Gerät auf denselben nahm. Denn der Boden heizt sich auf über 45 Grad auf. Dabei lärmt der Lüfter immer wieder für einige Sekunden. Allzu gemütlich kann man es sich also nicht machen mit diesem Portablen, der von einem Pentium III mit 850 MHz getrieben wird.

Bei der Akkulaufzeit macht sich der Energieumsatz der Desktop-CPU nicht so sehr bemerkbar. Zwar fehlt ihr die Stromspartechnik SpeedStep, mit der sich die Leistungsaufnahme durch Absenken von Taktrate und Kernspannung im laufenden Betrieb senken lässt, aber dafür nimmt sie unter Volllast 1,5 Watt weniger auf als der Mobile-Chip. Das Gerät hielt passable 2,3 Stunden lang durch.

Mit knapp 130 cd/m2 zeigt das 14-zöllige Display ein schön helles Bild, das sich in feinen Stufen abdunkeln lässt. Die Leuchtdichte ist recht gleichmäßig, bei unserem Testexemplar sind nur auf der rechten Seite leichte Abschattungen auszumachen. Nahe beieinander liegende dunkle Töne löst das Display ordentlich auf. Helle Farben sind hingegen etwas matt – vor allem Rot ähnelt eher Orange. Die Blickwinkelabhängigkeit ist in der Horizontalen gering, aber nach oben und unten wird das Bild sehr schnell blass. Das Display wartet mit Kontrasten von 250:1 auf – für einen Notebookbildschirm völlig ausreichend. Kleinere Auflösungen als XGA werden so schlecht interpoliert, dass Schrift kaum noch lesbar ist. Deshalb belässt man es besser immer bei 1024 x 768 Bildpunkten.

Die Rechengeschwindigkeit entspricht fast der eines Desktop-Rechners, auch das Abspielen von DVDs gelingt dank schnellem Prozessor und guter Konfiguration ruckelfrei. Mit dieser Ausstattung – DVD-Laufwerk, großes Display, 850 MHz schneller Pentium III, TV-Ausgang, Ethernet- und Modemanschluß, Software-Paket – darf das Aldi-Notebook daher als echtes Schnäppchen gelten. Ein vergleichbares Gerät kostete bisher mindestens 500 Mark mehr.

Hersteller Aldi / Medion (www.medion.com, Support: 0 18 05/63 34 66)
Display 14,1 Zoll TFT-LCD, XGA, 1024 × 768, 129 cd/m<+>2<+> maximale Helligkeit
Prozessor Desktop Pentium III mit 850 MHz, Chipsatz Intel 440BX
Hauptspeicher 128 MByte PC100 onboard, 1 SO-DIMM frei, maximal 384 MByte
Grafikchip S3 Savage MX, 8 MByte SGRAM, extern maximal SXGA, 1280 × 1024 bei 100 Hz
Festplatte IBM DJSA-210, 10 GByte
Schnittstellen 56K V.90 Softmodem, 10/100 MBit Ethernet, seriell, parallel, VGA, TV-Out (S-Video), PS/2, 2 × USB, Fast IrDA, PC-Card 2 × Typ II oder 1 × Typ III (Ricoh RL5C476)
interne Laufwerke 8-fach DVD-ROM (Toshiba SD-C2502 PS), 3,5-Zoll-Floppy
Akku Lithium-Ionen, 53 Wh, Laufzeit 2,5 h
Lieferumfang Netzteil, Tragetasche, Cinch-TV-Adapter, Handbuch, PowerDVD, Microsoft WorkSuite 2001 (Word 2000 SR/1, Works 6.0, Autoroute 2001, Encarta 2001 Weltatlas, Picture it! 2001), Recovery-CD mit Windows ME, Modemkabel
Maße, Gewicht 35,8 cm × 25,6 cm × 35 cm, Gewicht 3,1 kg (mit Akku), Gewicht Netzteil 0,3 kg
Preis (inkl. MwSt) 2998 Mark

(jow)

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