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Aldi-Notebook mit Schnuckelfaktor

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Medion Akoya Mini E1210: Das erste Netbook mit 10,2-Zoll-Display in Deutschland

Schon länger gehören die Aldi-Notebooks und -PCs nicht mehr zu den absolut billigsten, sondern zur reichhaltig ausgestatteten Mittelklasse. Auch mit dem ab 3. Juli erhältlichen Angebot für 399 Euro lässt Aldi sich nicht auf den ruinösen Preiskampf der Standard-Notebooks mit 15,4-Zoll-Display und DVD-Brenner ein, die mittlerweile zu ähnlichen Preisen zu haben sind. Stattdessen liegt das Augenmerk auf einer neuen Käufergruppe, den mobilen Anwendern.

Das Medion Akoya Mini E1210 hat daher abgespeckte Hardware: Das Display ist lediglich 10,2 Zoll groß und zeigt 1024 × 600 Punkte, der Prozessor gehört zu den langsamsten verfügbaren, ein optisches Laufwerk fehlt ganz. Dadurch reicht ein kompaktes Gehäuse, das lediglich 1,1 Kilogramm auf die Waage bringt. So ein Notebook erzeugt einen starken Schnuckelfaktor, man nimmt es fast gerne häufig mit – ein Effekt, der auch bei Subnotebooks deutlich unterhalb von 1,5 Kilogramm auftritt. Doch diese Subnotebooks kosten ein Vielfaches, gerade die superleichten liegen bei über 1500 Euro.

Das Medion E1210 (links) ist größer und 150 Gramm schwerer als der Asus Eee PC 900 (rechts)

Damit sprechen die Netbooks – so heißen mittlerweile diese abgespeckten Subnotebooks – zwei Käuferschichten an: solche, die einen möglichst billigen PC suchen, und solche, die ein sinnvoll abgespecktes Subnotebook zu vertretbarem Preis suchen. Mit den ganz billigen Netbooks will Aldi aber auch nicht konkurrieren: Ab etwa 199 Euro gibt es den One A100 (siehe Test in der aktuellen c't 14/08) – und der Asus Eee PC 4G, der den Hype um die Netbooks mit seinem anfangs ungeschlagenen Preis von 299 Euro losgetreten hatte, ist mittlerweile für etwa 280 Euro erhältlich. Diese Generation hat aber im Vergleich zu den Subnotebooks aufgrund ihrer 7-Zoll-Displays, arg fummeligen Tastaturen, kleinen Massenspeichern und lahmen Prozessoren mit vielen Nachteilen zu kämpfen.

Bastler können eine größere Festplatte und bis zu 2 GByte Speicher einbauen.

Das Medion Akoya Mini E1210 gehört zur zweiten Generation mit größeren Displays, praktikableren Tastaturen und Intels neuer Atom-Plattform. Weitere Vertreter werden bald erwartet, so will Acer als erster Top-5-Hersteller im August mit dem Aspire One starten, Asus will dann auch etwa den 10-Zöller Eee PC 1000 verkaufen (der 9-Zöller Eee PC 900 ist schon im Handel, ein Test bringt die nächste c't 15/08, ab 7. Juli am Kiosk), ab 349 Euro soll der One A450 bald erhältlich sein. MSI, Hersteller des Medion E1210, will das dort als Wind U100 geführte Modell etwa ab August verkaufen.

Damit schafft es Medion tatsächlich, als erster ein 10-Zoll-Netbook auf den deutschen Markt zu bringen. In einem ersten Test erwies es sich als durchaus praktikabel, vor allem das helle Display hinterließ einen guten Eindruck. Der vollständige Test steht auf heise Mobil. (jow)