Alexa Answers: Community soll Alexas Wissenslücken schließen

Amazons Alexa schneidet bei Wissensfragen oft schlechter ab als Googles Assistant. Nun lässt Amazon die Nutzer daran arbeiten, Alexa auf die Sprünge zu helfen.

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Alexa Answers: Community soll Alexas Wissenslücken schließen

(Bild: Amazon)

Von
  • Daniel Herbig

Amazon startet mit Alexa Answers ein Programm, das die Wissenslücken der Sprachassistentin schließen soll. Die Community soll häufig an Alexa gestellte Fragen manuell beantworten, andere Nutzer können diese Antworten dann mit 1 bis 5 Sternen bewerten.

Bei den auf Alexa Answers angezeigten Fragen handelt es sich um tatsächliche Nutzeranfragen, die häufig an Alexa gestellt werden. Amazon-User können diese Fragen dann per Hand beantworten: Laut Amazon sind gute Antworten kurz, auf den Punkt und inhaltlich richtig. User des Portals werden außerdem dazu angehalten, eine verständliche Sprache zu verwenden, obszöne Wörter zu meiden und die Privatsphäre der Personen zu achten, die Gegenstand von Fragen sind. Maximal dürfen die Antworten 300 Zeichen lang sein.

Screenshot aus der Web-Oberfläche von Amazon Answers: Nutzer können häufig an Alexa gestellte Fragen beantworten und die Antworten anderer User bewerten.

(Bild: heise online)

Die Community kann die veröffentlichten Antworten dann beantworten. Positiv bewertete Antworten werden dann bei künftigen Anfragen an Alexa-User ausgespielt. Aus der FAQ zu Alexa Answers geht nicht eindeutig hervor, ob alle Antworten von Amazon noch einmal individuell geprüft werden, bevor sie "live" geschaltet werden. Laut Fast Company stützt sich Amazon ausschließlich auf die Bewertungen der Community, filtert Antworten mit Obszönität aber automatisch heraus. Alexa weist Nutzer außerdem darauf hin, dass die vorgelesene Antwort von der Community erstellt wurde.

Für Motivation sorgen will Amazon mit Leaderbords und Achievements für fleißige Fragen-Beantworter. Diese Auszeichnungen scheinen rein optisch zu sein und keine greifbaren Vorzüge für die Nutzer zu bieten. Dass es nicht zwangsweise Belohnungen braucht, um per Crowdsourcing eine Wissensdatenbank aufzubauen, beweist die Wikipedia. Auf Wunsch kann man Fragen auch komplett anonym beantworten.

Mit Alexa Answers will Amazon eines der größten Defizite seiner Sprachassistentin ausmerzen: Alexa hat im Vergleich zu Google oft das Nachsehen, wenn es darum geht, Fragen zu beantworten. Amazon arbeitet zwar mit ausgewählten Quellen zusammen, um möglichst viele Fragen beantworten zu können. Der Google-Assistent kann aber auf die Ergebnisse der Google-Suche zugreifen und ist daher auch auf ungewöhnliche Fragen besser vorbereitet als Alexa.



Sollte Alexa Answers in der Community Anklang finden, könnte Amazons Sprachassistentin zumindest etwas aufschließen. Bisher funktioniert Alexa Answers aber nur mit englischsprachigen Fragen. Die Beta zu Alexa Answers war bereits im vergangenen Jahr mit ausgewählten Usern gestartet. (dahe)