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Alone in the Dark spielt mit dem Feuer

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Geisterjäger Edward Carnby ermittelt im New Yorker Central Park: Überirdische Wesen scheinen die Geschicke der Stadt zu lenken, und Carnby geht der Sache auf den Grund. Das gelingt ihm, weil er in den unter- und überirdischen Schauplätzen beinahe jeden Gegenstand nach Belieben verwenden kann. Die erweiterte Havoc-Technik ermöglicht es, dass Carnby etwa einen Tisch aufhebt, gegen die Wand schleudert und aus den Trümmern ein Tischbein heraus fischt, das er an einem offenen Feuer entzündet, um es als Fackel zu verwenden. Verschlossene Holztüren öffnet er, indem er etwa mit einer Stahlstange oder einem Feuerlöscher dagegen schlägt. Er vermag Schlingen zu bauen, um Monster zu fangen, er hangelt sich an Rohren entlang der Decke und er manipuliert Leuchtstäbe mit Klebefilm, um sie an die Decke zu werfen, wo als zeitweilige Lichtquelle dienen.

Alone in the Dark spielt mit dem Feuer (5 Bilder)

Alone in the Dark spielt mit dem Feuer

Düstere Kathedralen mit langen, weich gezeichneten Schatten, sind das Markenzeichen von Alone in the Dark.

Herr des Feuers

Die Entwickler des jüngsten Teils der französischen Survival-Horror-Serie erweiterten die Spiel-Technik, indem sie in rund zwölfmonatiger Arbeit interaktives Feuer ins Spiel einbauten, das nicht, wie in anderen Videospielen üblich, Teil eines Skriptes ist. Ein kleines Feuer in einem Ofen kann sich ausbreiten und sich auf jedes brennbare Objekt übertragen, was der Spieler zur Lösung schwieriger Aufgaben nutzen sollte. Während einer Presse-Präsentation zeigte eine Entwicklerin, wie sich Krabbelmonster durch einen präparierten Köder ablenken ließen, damit Carnby Zeit hat, ein Sprengstoff-Paketchen in ihre Mitte zu werfen. Dann spritzt er eine Ölfontäne bis zu besagtem Paket und entzündet die entstandene Ölspur am Boden mit seinem Feuerzeug. Die Kreaturen gehen in Flammen auf, und dabei wurde kein Schuss abgefeuert, kein Körperteil des Helden wurde verletzt.

Grusel-MacGyver

Wie TV-Serien-Held MacGuyver experimentiert Carnby, wenn der Spieler clevere Einfälle dazu hat, wie sich Gegenstände miteinander verbinden lassen. Der Held lässt sich dabei aus der Verfolger- und aus der Ego-Perspektive steuern, wobei er sich durch Räume bewegt, deren Texturen fotorealistisch erscheinen sollen, dabei übermäßig stark glänzen. Die Zweige der Bäume im Central Park bewegen sich hingegen wie echte Bäume, Schatten huschen dazwischen herum. Die Augen wirken weniger tot als in ähnlichen aktuellen Videospielen, sie können sogar feucht werden. Carnby kann sogar zwinkern, um besser zu sehen. Das Inventar befindet sich in den vielen Manteltaschen des Helden: Möchte der Spieler eine Taschenlampe aus dem Inventar ziehen, öffnet Carnby seinen Mantel und der Spieler blickt aus der Ich-Perspektive hinunter, um die gesuchte Lampe aus der entsprechenden Innentasche zu ziehen. Der Spielverlauf soll nicht-linear sein: Entscheidet sich Carnby für eine gute Tat, wird sein moralisch vorbildliches Verhalten den Verlauf der Geschichte beeinflussen.

Next-Generation-Geisterjagd

Das Skript zum aktuellen, fünften "Alone in the Dark" schrieb der amerikanische Bestseller-Autor Lorenzo Carcaterra, der bekannt ist für seinem autobiographischen Roman Sleepers. Spielheld Carnby ging seit 1992 bereits viermal auf Geisterjagd, wobei der Spieler seit dem ersten Teil seine Inventar-Gegenstände clever einsetzen musste, da Munition für die zumeist konventionellen Waffen rar ist. Der fünfte Teil wird von Atari für Playstation 3 und Xbox 360 entwickelt und soll frühestens zum Weihnachtsgeschäft, spätestens im März 2008 erscheinen. (Peter Kusenberg) / (hag)

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