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Alpines Linux für den Administrator

Das Live-Linux Grml ist in der Version 2008.11 erschienen, die den Codenamen Schluchtenscheisser trägt. Administratoren und Linux-Konsolenliebhaber schätzen Grml schon länger als praktischen Werkzeugkoffer für unterwegs, der dank zahlreicher Treiber mit vielen Netzwerk- und WLAN-Karten zurechtkommt. Die Grml-Entwickler steuern viele eigene Skripte und Einrichtungsdateien beispielsweise für die zsh oder die Netzwerkeinrichtung bei, die das Leben auf dem auf Debian/Unstable aufsetzenden Linux vereinfachen.

Grml 2008.11 läuft auf Rechnern mit 32-Bit- und 64-Bit-CPU und liegt neben der Vollversion in zwei abgespeckten Fassungen (Medium, Small) vor. Die österreichischen Entwickler haben das Versionsschema von der einfachen Nummerierung auf das Schema "Grml-Version Jahr.Monat" geändert, was die Verwirrung zwischen den Grml-Ausgaben beheben soll.

Die neue Version setzt den Vanilla-Linux-Kernel 2.6.26.8 ein, der mit einigen Patches und Modulen erweitert wurde. Der Kernel nutzt nun den libata-Treiber, der Festplatten über die Gerätedateien /dev/sdX anspricht. Die Version tauscht eine Reihe von Paketen gegen aktuelle Versionen aus und fügt beispielsweise den Energie-Monitor Powertop und den Latenz-Anzeiger Latencytop der CD hinzu.

Die Grml-Tools haben die Entwickler um die zwei Skripte grml-chroot und swspeak-setup erweitert, die beim Aufsetzen einer Chroot-Umgebung helfen und die Sprachausgabe des Linux-Kernels aktivieren. Die für den Selbstbau von Live-CDs und die Installation von Linux-Systemen bestimmten Skripte grml-live und grml-debootstrap wurden um neue Funktionen erweitert. Unter Grml 2008.11 erzeugt der SSH-Server der Live-CD automatisch ein Passwort für den Standardbenutzer grml, falls man beim Start die Boot-Option ssh=passwort vergisst.

Weitere Details zu den Änderungen finden sich im Changelog der Projekt-Website. Grmls ISO-Dateien stehen per HTTP, FTP und Bittorrent zum Download bereit.

Siehe dazu auch:

(rek)

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