Amazon-Aktie auf Rekordhoch – Bezos macht Milliarden in Corona-Krise

Jeff Bezos gewinnt in der Coronavirus-Pandemie noch mehr Reichtum hinzu. Die Amazon-Aktie ist seit dem Jahresbeginn um fast ein Viertel gestiegen.

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Jeff Bezos mit geschlossenen Augen

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Von
  • Kristina Beer

Die Coronavirus-Pandemie legt die US-Wirtschaft lahm, Millionen Amerikaner müssen Abstriche machen, doch der reichste Mensch der Welt wird noch reicher. Das Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos ist dem Bloomberg Billionaires Index zufolge seit Jahresbeginn um knapp 24 Milliarden auf 138,5 Milliarden US-Dollar (126,1 Milliarden Euro) gestiegen.

Grund ist der anhaltende Höhenflug der Amazon-Aktie. Sie legte am Dienstag um gut fünf Prozent zu und erreichte ein neues Rekordhoch, von dem der Konzerngründer als Großaktionär profitiert. Denn trotz des allgemeinen Kurssturzes an den Börsen ist die Amazon-Aktie seit Jahresbeginn um fast ein Viertel gestiegen.

Amazons Lieferdienste sind in der Corona-Krise sehr gefragt. Der weltgrößte Online-Händler hat deshalb teilweise Schwierigkeiten Produkte so zügig wie gewohnt auszuliefern. Zwischenzeitlich hatte das Unternehmen in einigen Ländern Waren des täglichen Bedarfs priorisiert behandelt, um den Betrieb noch aufrecht erhalten zu können.

Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, versucht Amazon seit dem Pandemie-Ausbruch unter anderem in den USA 175.000 Menschen zusätzlich einzustellen. 350 neue Mitarbeitende sollen für Entlastung in Deutschland sorgen.

Zugleich wird Amazon vorgeworfen, nicht genug für den Mitarbeiterschutz zu tun. Der Konzern ist mit Protesten der Belegschaft konfrontiert und steht wegen umstrittener Kündigungen in der Kritik. Noch im März hatte Amazon Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall für die USA versprochen und auch eine befristete Erhöhung des Stundenlohns für Mitarbeitende angekündigt.

(mit Material der dpa) / (kbe)