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Amazon-Chef des Insiderhandels verdächtigt

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Amazon-CEO Jeffrey P.Bezos soll bis zu 800.000 Firmenaktien verkauft haben, kurz bevor ein für das Unternehmen negativer Analystenreport veröffentlicht wurde. Nach Informationen der New York Times untersucht die Securities and Exchange Commission (SEC) bereits den Fall. Der am 6. Februar erschienene Report von Lehman Brothers prophezeit Amazon große finanzielle Probleme für dieses Jahr bis hin zu Zahlungsunfähigkeit. Amazon sucht derzeit intensiv nach Partnern, um seine finanzielle Lage zu verbessern und mit zusätzlichen Produkten den Umsatz zu steigern.

Amazon-Sprecher Bill Curry bestritt gegenüber der New York Times angeblichen Insiderhandel: "Es stand nichts Neues in dem Report. Im Gegenteil, die Aktien stiegen nach seiner Veröffentlichung." Curry fügte hinzu, dass Manager bei Amazon, wie auch bei vielen anderen Unternehmen, nur zu bestimmten Zeiten mit Aktien handeln dürften. Der zweite Februar – an diesem Tag soll Bezos knapp 400.000 Papiere verkauft haben – sei der Beginn einer solchen Handelsperiode gewesen.

Es ist allerdings fraglich, ob Jeffrey P. Bezos tatsächlich des Insiderhandels überführt werden kann. Dafür muss bewiesen werden, dass Bezos Informationen nutzte, die die Lage des Unternehmens oder den Aktienkurs beeinflusst haben. Ein Kursrutsch nach Veröffentlichung des Lehman-Brothers-Reports wäre ein Beweis dafür – die Amazon-Aktien waren jedoch im Wert gestiegen. (Holger Dambeck) / (wst)