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Amazon Drive sperrt Clients von Drittanbietern

Amazon versagt zwei Freeware-Clients den Zugriff auf seinen Cloud-Speicher-Dienst Amazon Drive. Zwischenzeitlich waren bei Nutzern fremde Dateien synchronisiert worden.

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Amazon Drive sperrt Drittanbieter-Clients

Amazon hat mindestens zwei Kommandozeilen-Clients für seinen Dienst Drive gesperrt. Betroffen sind die Programme Acd_cli und Rclone.

Amazon erklärte dem Entwickler von Rclone auf Nachfrage, dass seine Software aufgrund der im Quellcode enthaltenen API-Schlüssel gesperrt worden sei. Der Amazon Support informierte die Nutzer beider Programme lediglich, dass man den Zugriff auf Drive gesperrt habe, den genauen Grund aber nicht kenne, und verwies auf die offizielle Client-Software für Windows und macOS oder die Website.

Bei Nutzern von Acd_cli waren zwischenzeitlich Dateien anderer Nutzer erschienen. Laut Amazon stehen die fehlerhaft synchronisierten Dateien mit der Sperrung in Zusammenhang. Der Entwickler hatte einen externen Dienst aufgesetzt um die Authentifikation gegenüber Amazon Drive zu vereinfachen, dieser vertauschte jedoch die Benutzerschlüssel von Amazon. Folglich bekamen Nutzer fremde Dateien zu Gesicht.

Auf der Projektseite von Acd_cli ist das Melden von Fehlern inzwischen nicht mehr möglich, da der Entwickler das Issues-Feature gesperrt hat. Er begründet dies mit Spam von Nutzern. Der Entwickler von Rclone versucht derweil neue API-Schlüssel zu bekommen und seine Software anzupassen.

[UPDATE 22.05.17 10:59: Korrektur bezüglich der Sperrung von Acd_cli wegen fehlerhaft synchronisierter Dateien. Diese waren durch einen Fehler in einem weiteren Dienst übertragen worden.] (mls)

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