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Amazon FreeTime: Genauere Kontrolle der Kinder und "Gesprächsideen" für Eltern

Amazon baut seine Kinderoberfläche FreeTime fürs Fire Tablet aus und ermöglicht mehr Kontrolle mit dem Eltern-Dashboard. "Gesprächsideen" sollen besser über den Inhalt von Apps, Büchern und Filmen informieren und den Austauch in der Familie anregen.

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Für Amazons Kinderoberfläche fürs Fire Tablet gibt es ab sofort bessere Kontrollen und Leitfäden für die Eltern.

(Bild: Amazon)

Amazons neues Eltern-Dashboard für FreeTime erlaubt einen genaueren Einblick ins Nutzungsverhalten der Kinder.

(Bild: Amazon)

Amazon hat zwei neue Funktionen für seine kindgerechte Tablet-Oberfäche FreeTime vorgestellt. Das neue Eltern-Dashboard erlaubt einen genaueren Einblick, was der Nachwuchs auf dem Tablet wie lange verwendet hat – und das auch aus der Ferne, ohne direkten Zugriff auf das Gerät. Die originellen "Gesprächsideen" bringen dagegen genauere Inhaltsangaben für ausgewählte Apps, Bücher und Videos sowie Vorschläge für Fragen an das Kind, um das Erlebte gemeinsam zu reflektieren.

Wie bisher ist FreeTime eine Mischung aus einem sicheren Kinder-Modus für Amazons eigene Fire Tablets und einem umfangreichen Medienangebot für Kinder, das von Amazon bestückt wird. Mit der Flatrate FreeTime Unlimited für drei bis fünf Euro im Monat können Kinder Apps, Bücher, Filme, Spiele und Serien frei aus dem Angebot herunterladen und verwenden, solange sie den von den Eltern vorgegebenen Kriterien entsprechen. Zwar ließ FreeTime auch bisher zahlreiche Einschränkungen zu, etwa wie lange der Nachwuchs das Tablet benutzen darf. Doch welche Apps das Kind wie benutzte, konnten Eltern bislang nicht genau nachverfolgen.

Das neue Eltern-Dashboard führt daher nun nach Kategorien getrennt für die vergangenen 90 Tage auf, wie lange das Kind insgesamt aktiv war, welche Webseiten, Apps oder Bücher es genutzt beziehungsweise gelesen hat. Das Kontrollzentrum ist eine mobile Webseite, die von beliebigen Geräten erreichbar sein soll. Eine Anmeldung mit dem Amazon-Konto der Eltern und ein eingerichtetes Kinderprofil genügt.

Amazon liefert für viele Inhalte eine kurze Zusammenfassung und Fragen, die man dem Kind stellen kann.

(Bild: Amazon)

Neben einigen Einträgen erscheint zudem eine Gesprächsblase. Über diesen Link erfahren Eltern genaueres zum Inhalt, unter anderem zum Protagonisten und eine grobe Zusammenfassung der Handlung. Dazu gibt es bei vielen Titel noch offene Fragen, die man seinem Kind stellen kann. Beides zusammen soll den Eltern erlauben, sich ein Bild von den Inhalten zu machen, die den Nachwuchs interessieren, auch ohne den Titel selbst gespielt oder gesehen zu haben.

Außerdem soll das Gespräch die Reflektion über das Erlebte für die Kinder einfacher machen und zum Beispiel Ängste vor bestimmten Inhalten leichter erkennbar machen. Für einige wenige Angebote gibt es zudem Tipps, was die Familie über das Digitale hinaus machen könnte. So schlägt der Eintrag zu Lego Batman vor, eine Superhelden-Maske zu basteln.

Bisher hat das dafür neu gegründete deutsche Amazon-Team für rund 500 Titel solche "Gesprächsideen" erstellt, weitere sollen folgen. Für andere, etwa über die Whitelist freigegeben Inhalte, wird es dagegen keine Inhaltsangaben geben, der Aufwand sei schlicht zu groß dafür. Selbst eine hundertprozentige Abdeckung der FreeTime-Inhalte sei bisher nicht machbar, da diese laut Amazon ständig wechseln würden. (asp)