Amazon- und ADAC-Kreditkarten: Störung beim Onlinebanking nach Systemumstellung

Eine Umstellung auf eine neue Banking-Plattform sorgt für Ärger bei Nutzern von Amazon- und ADAC-Kreditkarten.

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(Bild: NIKCOA/Shutterstock.com)

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Nutzer von Amazon- und ADAC-Kreditkarten berichten aktuell von anhaltenden Problemen beim Onlinebanking. Grund ist offenbar eine Systemumstellung bei der Berliner Landesbank (LBB), die diese VISA-Karten als Co-Branding herausgibt. Laut zahlreichen Leserzuschriften an heise online ist die notwendige Erstregistrierung im neuen Kreditkartenbanking-Portal der Bank nicht möglich. So können etwa Abrechnungen nicht kontrolliert werden. Zahlungen mit den Karten sollen aber weiterhin funktionieren.

Auch der Support der LBB scheint überfordert: Nutzer klagen über Schwierigkeiten, bei der Telefonhotline durchzukommen, sowie über wenig hilfreiche schriftliche Auskünfte. Die Website der LBB zur Amazon-Kreditkarte warnt zur Stunde noch vor erhöhtem Anrufaufkommen und längeren Wartezeiten bei der Hotline des Kartenservice. Allerdings habe man auch bereits "Maßnahmen zur Perfomance-Verbesserung“ durchgeführt. Teilweise wurden Nutzer wohl auch bei der Durchführung der Erstregistrierung gesperrt – der Infoseite nach solle man es nochmals versuchen.

Antwort der LBB auf Anfrage von heise online steht zur Stunde noch aus. Gegenüber anderen Medien hieß es, dass die große Zahl an Kunden, die sich zeitgleich registrieren wollte, zu einer Überlastung der Onlinebanking-Systeme geführt habe.

[UPDATE, 2.03.2020]

Die LBB hat inzwischen Stellung zu den Problemen genommen. Ein Sprecher der Bank erklärte, dass Zahlungen mit den Karten derzeit "grundsätzlich möglich" seien, auch "das Kreditkarten-Banking steht online zur Verfügung". Das Banking-System wurde umgestellt, um neue Funktionen wie "einen stärkeren Passwortschutz", Wunsch-Pin-Einrichtung und ähnliches einzuführen.

Um diese Funktionen und die Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren der Kreditkartenfirmen nutzen können, müssten sich die Kunden neu registrieren. Die von der Bank versandten neuen Zugangsdaten seien dabei ausschließlich in Großbuchstaben und ohne Leerzeichen einzugeben. Alte Zugangsdaten seien nicht mehr gültig.

"Mehrere hunderttausend Kunden haben sich inzwischen erfolgreich registriert, es werden stündlich mehr", führte der Sprecher aus. "Es kommt allerdings derzeit aus technischen Gründen auch zu langen Ladezeiten oder Login-Schwierigkeiten. Wir arbeiten an deren Behebung und entschuldigen uns bei unseren Kundinnen und Kunden. Leider führt die hohe Anzahl an Anrufern aktuell auch zu längeren Wartezeiten in unserer Kunden-Hotline. Wir haben das Team deshalb aufgestockt." (axk)