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Amazon Locker: Onlinehändler verdoppelt Zahl der Abholstationen

Die Zahl der Amazon Locker genannten Paket-Stationen steigt in Deutschland auf 400. Das sei nicht als Konkurrenz zu DHL & Co. gedacht, so der Onlinehändler.

Amazon

(Bild: dpa, Christoph Schmidt)

Onlinehändler Amazon betreibt inzwischen 400 seiner "Amazon Locker" genannten Paket-Abholstationen in Deutschland. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Amazon Locker seien aber nicht als Konkurrenz zu Angeboten der Paketdienstleister zu verstehen, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Es gehe eher um zusätzliche Kapazitäten, da die Lieferinfrastrukturen der Logistikfirmen einfach nicht mit dem rasanten Wachstum im Onlinehandel mithielten. Ziel sei der erfolgreiche erste Zustellversuch.

Bei den Standorten kooperiert der Onlinehändler unter anderem mit Shell-Tankstellen und Einzelhändlern wie Edeka und Rewe. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche testet auch Kaufhof die Aufstellung der Stationen in mehreren Filialen. Im September vergangenen Jahres meldete das Unternehmen noch 180 Amazon Locker in Deutschland.

Die Locker ähneln den Packstationen von DHL: Amazon-Kunden können Bestellungen in den Lockern hinterlegen lassen und sie dort innerhalb von drei Werktagen abholen. Bei der Bestellung können Amazon-Kunden als Lieferadresse eine der Abholstationen in der Nähe angeben. Sobald die Lieferung dort hinterlegt wurde, erhalten sie eine Mail mit einem Abholcode mit Barcode. Den können sie am Locker entweder einscannen oder per Hand eingeben und die Lieferung anschließend entnehmen. Ab der Zustellung haben Kunden drei Werktage Zeit, um ihre Sendung abzuholen, sonst geht sie zurück an Amazon.

Die Amazon Locker finden sich unter anderem in Berlin, München, Augsburg, Hamburg und zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen. In Berlin und München hat Amazon eine eigene Lieferlogistik aufgebaut und beliefert die Stationen selbst, in weiteren Regionen übernehmen das andere Logistikdienstleister. Von den 3400 Packstationen, die die Posttochter DHL laut Wirtschaftswoche betreibt, ist Amazon noch weit entfernt. Ob der Onlinehändler den Ausbau seiner Locker aber weiterhin in diesem Tempo vorantreiben wird, wollte der Amazon-Sprecher nicht kommentieren. (axk)

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