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Amazon-Shopping-Funktion für die Gnome-Shell

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Die Erweiterung wird erst durch ein vorangestelltes Schlüsselwort aktiv.

Der Entwickler Alan Bell hat eine Erweiterung namens "Shopping Search Provider" für die Gnome-Shell programmiert. Ähnlich wie die viel kritisierte Shopping Lense des Unity-Desktops in Ubuntu 12.10 erweitert sie die Suchfunktion der Schaltzentrale von Gnome 3, damit die Shell zum Suchbegriff passende Angebote des Online-Händlers Amazon anzeigt.

Wie Bell in der Ankündigung der Erweiterung erklärt, gefällt ihm die Shopping Lense von Unity; er habe darüber schon mehrfach Dinge gekauft. Überlegungen zu den an der Lense kritisierten Eigenschaften hätten ihn dazu gebracht, eine ähnliche Funktion für die Gnome Shell zu implementieren, die einige der kritisierten Aspekte vermeidet.

Die via extensions.gnome.org erhältliche und unter aktuellen Gnome-Versionen laufende Erweiterung schickt nicht jede Suchanfrage an Amazon, sondern wird nur bei Suchen aktiv, die mit einem vorangestellten Schlüsselwort beginnen – vorkonfiguriert ist "a". Die Erweiterung nutzt zudem eine verschlüsselte Verbindung beim Datenaustausch mit Amazon und der Client-seitige ausgeführte Code steht unter Open-Source-Lizenz; zudem ermöglicht die Erweiterung die Konfiguration des Affiliate Code, der bestimmt, wem Amazon die Vierkäuferprovision zahlt.

Einstelldialog der Erweiterung.

Diese Eigenschaften führt Bell in der Ankündigung unter der Zwischenüberschrift "Why this is not very evil" auf – unter "Why it is a little bit evil" führt er aber auch einige Aspekte an, warum manchem auch diese Erweiterung nicht schmecken dürfte. So kommuniziert die Erweiterung mit einer Software auf einem Server Bells, deren Quellcode nicht offen liegt. Außerdem nutzt die Erweiterung standardmäßig Bells Affiliate Code; es soll allerdings nicht schwer sein, einen eigenen Server-Prozess für die Erweiterung aufzusetzen. (thl)