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Amazon: Trump soll von US-Post höhere Zustellgebühren verlangt haben

Der US-Präsident hat den Online-Händler schon mehrmals angegriffen und ihm unfaire Praktiken vorgeworfen. Jetzt soll Trump die US-Postbehörde angehalten haben, die Gebühren für die Paketzustellung zu verdoppeln – jedoch ohne Erfolg.

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Amazon-Pakete

(Bild: dpa, Swen Pförtner)

US-Präsident Donald Trump hat den Online-Versandhändler Amazon mehrfach angegriffen und dem Konzern ruinöse Geschäftspraktiken vorgeworfen, die die US-Post angeblich zum Ausliefern von Paketen mit Verlust zwinge. Nun berichtet die Washington Post, dass Trump von der Chefin der Postbehörde USPS, Megan Brennan, sogar persönlich verlangt haben soll, die Gebühren der Paketzustellung für Amazon und weitere Unternehmen zu verdoppeln – was die Versandkosten für Amazon (und seine Kunden) um mehrere Milliarden Dollar erhöhen würde.

Brennan habe dem Ansinnen widersprochen und in mehreren Gesprächen mit Trump entgegnet, dass die Gebühren vertraglich fixiert seien und und von einer Kommission überprüft würden. Außerdem wies die USPS-Chefin den Präsidenten darauf hin, dass die Vereinbarungen mit Amazon und anderen Handelsunternehmen für die Behörde günstig seien – anders als Trump behauptet, demzufolge die Post bei jedem ausgelieferten Amazon-Paket 1,50 Dollar Verlust mache.

Laut Bericht habe sich Trump davon jedoch nicht beeindrucken lassen und im vergangenen Monat eine Untersuchung der Postbehörde und ihrer Finanzen angeordnet. Brennan habe Trump seit 2017 mehrfach im Weißen Haus getroffen. Die Zeitung (die seit 2013 Amazon-Chef Jeff Bezos gehört und die Trump als dessen "Lobbyorgan" bezeichnete) führt als Quelle drei mit der Sache vertraute Verwaltungsbeamte an. (tiw)

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