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Amazon USA verkauft mehr E-Books als gebundene Bücher

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Digitale Bücher sind auf dem Vormarsch, zumindest, wenn es nach den Zahlen geht, die Amazon USA veröffentlicht hat: Der weltgrößte Online-Einzelhändler verkauft in den USA inzwischen deutlich mehr E-Books als gebundene Bücher. Im vergangenen Monat kamen auf 100 abgesetzte Hardcover-Ausgaben 180 elektronische Bücher; in den vergangenen drei Monaten waren es immerhin schon 143 elektronische Bücher auf 100 Hardcover-Bücher. Im ersten Halbjahr 2010 hätten sich die Verkäufe der digitalen Bücher im Jahresvergleich verdreifacht.

Absolute Zahlen nannte Amazon nicht, bekräftige aber die eigene Statistik durch Angaben der Assoication of American Publishers: Danach wuchs der Verkauf von E-Books im Mai um 163 Prozent und im Jahresvergleich um 207 Prozent. In der Statistik von Amazon sind kostenlos angebotene E-Books – zum Beispiel solche Titel, bei denen die Urheberrechte ausgelaufen sind – nicht mitgezählt worden. Hardcover-Bücher, für die es keine E-Book-Version gibt, sind dagegen in den Zahlen berücksichtigt. Den Absatz der Kindle-E-Books verglich Amazon aber nur mit den Hardcover-Ausgaben – Taschenbücher wurden nicht erwähnt.

Konzernchef Jeff Bezos nannte als einen Grund für den Anstieg die Preissenkung für das hauseigene E-Book-Lesegerät Kindle, das in den USA von 259 auf 189 Dollar heruntergesetzt wurde. Allerdings können Bücher für das Kindle auch auf andere Geräte wie zum Beispiel Computer, Apples iPhones und iPads oder Mobilelefone mit Googles Betriebssystem Android heruntergeladen werden. Amazon nannte erneut keine Zahlen zum Absatz des Kindle. Es hieß wie immer nur, es sei der populärste Artikel im Angebot. (jk)