Amazon bringt seine Musik-Cloud nach Deutschland

Kurz vor der hiesigen Auslieferung des Kindle Fire hat Amazon den seit anderthalb Jahren in den USA verfügbaren Cloud-Musikdienst für deutsche Nutzer geöffnet. Wie bei iTunes Match kann man für 25 Euro/Jahr automatisch seine Musiksammlung synchronisieren

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Von
  • Volker Zota

Kurz vor der hiesigen Auslieferung seiner Kindle-Fire-Tablets öffnet Amazon den bereits seit anderthalb Jahren in den USA verfügbaren Musikdienst Amazon Cloud Player auch hierzulande. Wie bei Apples Services kann man bei Amazon Cloud Player Premium für 25 Euro/Jahr automatisch seine Musikbibliothek mit dem Repertoire des Musikshops abgleichen. Hierzu dient die AIR-Anwendung Amazon Music Importer.

Bei Amazon gekaufte Titel finden sich bereits im Cloud Player und können direkt abgespielt werden.

(Bild: Screenshot)

In der App können Titel heruntergeladen werden.

(Bild: Screenshot)

Erkannte Songs stehen automatisch als MP3 mit einer Datenrate von 256 kBit/s zum Streaming und Download im Cloud Player bereit; hochladen muss man nur Stücke, die in Amazons 20 Millionen Songs umfassenden Katalog fehlen. Während iTunes Match nur Musiksammlungen von bis zu 25.000 Titeln zulässt, dürfen es bei Amazon jedoch bis zu 250.000 sein.

Nutzer des kostenfreien Cloud Player Free dürfen 250 Songs in dem Cloud Drive speichern, bei Amazon gekaufte MP3s landen automatisch in der Cloud und werden nicht auf dieses Limit angerechnet. Mit früheren MP3-Einkäufen klappte das bei uns jedoch nicht in allen Fällen.

Der Amazon Cloud Player ist sowohl per Web-Interface als auch per App für iOS und Android nutzbar. Während die Apps bereits vollständig lokalisiert sind, springt das Web-Interface noch zwischen Deutsch und Englisch hin und her.

[1. Update: ] Pro Amazon-Konto können zehn Geräte für die Wiedergabe der Cloud-Musik aktiviert werden.

[2. Update, 18.9. 19 Uhr]: Wer sich zuvor für den US-amerikanischen Amazon Cloud Player registriert hatte, kann derzeit kein deutsches Abonnement für Amazon Cloud Player Premium abschließen – man landet stets bei amazon.com, das die hiesigen Zahlungsmittel nicht akzeptiert. Auf Nachfrage von heise online teilte Amazon mit, dass man bereits an einer Lösung dieses Problems arbeite. Bis dahin bitte man Interessenten um Geduld.

[3. Update, 18.9. 20:50 Uhr:] Inzwischen klärt Amazon betroffene Kunden auf:

"Liebe Kundin, lieber Kunde, Amazon Cloud Player gibt es jetzt auch in Deutschland. Da Sie bereits bei Amazon.com ein Cloud Player- oder Cloud Drive-Konto angelegt haben, besteht derzeit leider noch keine Möglichkeit, Ihre bisherigen MP3-Einkäufe bei Amazon.de Ihrem Amazon Cloud Player hinzuzufügen. Alle zukünftigen MP3-Einkäufe bei Amazon.de und bereits im Amazon.com Cloud Player verfügbare Musik, stehen Ihnen auch nach dem Start des Cloud Players in Deutschland weiterhin unter www.amazon.com/cloudplayer zur Verfügung. Wir werden in den kommenden Wochen ein Update des Amazon Cloud Players für Kunden mit einem Amazon.com Cloud Player- oder Cloud Drive-Konto freischalten, das auch in der Vergangenheit bei Amazon.de gekaufte MP3s beinhaltet. Sie werden über diese Neuerung nochmals in einer separaten Email informiert." (vza)