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Amazon erprobt Bezahldienst

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Der Online-Händler Amazon hat seinen Bezahldienst Flexible Payments Service (FPS) in einer Betaversion vorgestellt. FPS kommuniziert mit menschlichen Nutzern über eine grafische Oberfläche, mit Webdiensten über eine API. Es ist Bestandteil von Amazon Web Services und wendet sich ausdrücklich an Entwickler, die den Dienst mit fein granulierten Konfigurationsmöglichkeiten an ihre Bedürfnisse anpassen können.

So kann der Nutzer Bedingungen und Beschränkungen festlegen, die den Geldfluss anhand des Empfängers, der Zahlweise, des Datums oder des Betrages regeln. Bei der Zahlweise können die Nutzer zwischen Kreditkarte, Bankeinzug und Amazon Payments wählen. Eine Sandbox erlaubt den Entwicklern, mit dem System gefahrlos zu experimentieren, ein Tutorial ist online.

Besonders interessant ist FPS für Micropayment. Da Amazon aufgelaufene Kleinstbeträge mit seinem Bezahlsystem Amazon Payments akkumuliert, lässt sich selbst ein so kleiner Betrag wie ein US-Cent damit noch wirtschaftlich überweisen: Die minimale Transaktionsgebühr beträgt ein viertel US-Cent. Bei größeren Beträgen lässt sich die Amazon-Provision auf 1,5 Prozent drücken; für Kreditkartenzahlung und Beträge über 10 US-Dollar fallen 2,9 Prozent plus 30 US-Cent an, Großkunden können aber Mengenrabatt anfordern. Eine Grundgebühr gibt es nicht – um das System nutzen zu können, genügt ein Amazon-Nutzerkonto. (heb)

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