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Amazon lässt sich kleine Drohnen-Assistenten patentieren

Drohnen könnten nicht nur Pakete ausliefern, sondern auch in Miniform als sprachgesteuerte Assistenten um ihre Nutzer schwirren – zumindest laut einem neuen Patent von Amazon.

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Amazon lässt sich kleine Drohnen-Assistenten patentieren

Ein Mann und seine Amazon-Drohne kämpfen gegen das Unrecht.

(Bild: USPTO)

Onlinehändler Amazon interessiert sich offenbar nicht nur für Drohnen als Paketauslieferer: Ein vor kurzem dem Konzern zugesprochenes Patent (9,471,059) beschreibt Minidrohnen mit Kamera, die per Sprachbefehl und App gesteuert werden und ihren Nutzern als Helferlein zur Seite stehen. Unter anderem stellt sich Amazon das für Streifenpolizisten nützlich vor, die so ihre teilautonome Luftaufklärung bei sich tragen können.

So klein, dass sie auf dem Funkgerät Platz nehmen kann.

(Bild: USPTO)

Bei einer Verkehrskontrolle könnte die Drohne dann auf Geheiß zum Beispiel die Autokennzeichen aufnehmen und mit zentralen Servern abgleichen, während sich der Polizist mit Fahrern und deren Papieren befasst. Ebenfalls könnte die Minidrohne, GPS-Modul inklusive, auch zur Verfolgung und Lokalisierung von Verdächtigen eingesetzt werden. Aber auch zivilere Nutzungen hat Amazon im Blick: So sollen die Drohnen auch das Auto des Nutzers wiederfinden können, wenn dieser vergessen hat, wo es abgestellt wurde.

Um die Fluggeräte klein zu halten, soll der große Teil der Verarbeitung von Daten und Befehlen nicht lokal, sondern über zentrale Server erfolgen. Alexa in Drohnenform gewissermaßen. Allerdings seien je nach gewünschtem Funktionsumfang potentere und größere Modelle mit mehr lokaler Kapazität denkbar. Bis die ersten Drohnenassistenten durch die Luft schwirren, dürfte allerdings noch Zeit ins Land gehen. Bislang ist noch nicht klar, ob und wann Amazon dem luftigen Konzept konkrete Produkte folgen lassen will. (axk)

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