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Amazon legt noch mal bei US-Mindestlöhnen nach

Eine Streichung von Bonusprogrammen im Zuge von Amazon US-Mindestlohnerhöhung hätte einige Mitarbeiter schlechter gestellt. Nun bessert der Konzern nach.

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Amazon-Logistikzentrum

(Bild: dpa, Uli Deck)

Amazon hat eine Anfang Oktober bekanntgegebene Erhöhung des US-Mindestlohns Berichten zufolge noch einmal nachgebessert. Bei der Erhöhung auf 15 US-Dollar pro Stunde hatte der Konzern auch zugleich Bonus-Programme und ein Aktienbezugsrecht abgeschafft, was womöglich langjährige Arbeiter schlechter gestellt hätte. Nun soll es aber für einige Mitarbeiter noch etwas mehr Stundenlohn geben, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Ebenfalls solle ein neues Bonusprogramm aufgelegt werden, das nach 5, 10, 15 und 20 Jahren Betriebszugehörigkeit 1500 bis 3000 US-Dollar an den jeweiligen Mitarbeiter ausschüttet.

Damit sei mehr als ein Ausgleich für das Wegfallen alter Bonusprogramme erreicht, erklärte demnach das Unternehmen. Außerdem solle 2019 für die Mitarbeiter noch ein Programm für den direkten Kauf von Amazon-Aktien starten. Bislang konnten altgediente Mitarbeiter ihr Gehalt monatlich um bis zu 8 Prozent erhöhen, in der Weihnachtszeit sogar um bis zu 16 Prozent.

Mit 15 US-Dollar Mindestlohn liegt Amazon deutlich über dem, was in den USA im Einzelhandel üblich ist, aber unter den 15,53 US-Dollar, die den Median-Stundenlohn für Lagerarbeiter ausmachen, schreibt die Washington Post unter Berufung auf Arbeitsmarktdaten. Abgesehen von der Sorge um Einbußen unter Mitarbeitern gab es aber auch positive Stimmen zu Amazons Gehaltserhöhungen. Laut Bericht der Washington Post lobte der Amazon-kritische Senator Bernie Sanders (parteilos) die Erhöhung und sprach von einen "Schuss“, den hoffentlich auch andere große Unternehmen rund um die Welt vernehmen. (axk)

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