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Amazon plant angeblich Tablet für 50 Dollar

Tablets für 50 Dollar oder Euro fallen oft mit mittelmäßiger Qualität auf. Jetzt traut sich aber angeblich Amazon in diese Preisklasse. Der Konzern ist bekannt dafür, seine Geräte praktisch zu Produktionskosten zu verkaufen.

Bericht: Amazon plant Tablet für 50 Dollar

Amazon will laut einem Zeitungsbericht im Tablet-Markt mit einem nur 50 Dollar teuren Gerät vorpreschen. Das Modell mit einer Bildschirm-Diagonale von 6 Zoll (15,2 cm) solle rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen, schrieb das Wall Street Journal am späten Montag. Amazons aktuelles Tablet in dieser Größe, das Kindle Fire HD 6, kostet 99 Dollar beziehungsweise 99 Euro.

Amazons aktuelles Tablet Kindle Fire HD 6: Wo hat der Online-Händler gespart?

Die Zeitung machte nur wenige Angaben dazu, woran Amazon gespart habe, um den Preis zu drücken. Es hieß lediglich, das Gerät habe nur einen Lautsprecher statt Stereo-Tons. Konzernchef Jeff Bezos habe den Entwickler-Teams das Ziel gesetzt, sowohl beim Tablet als auch bei Amazons E-Book-Reader auf die Preismarke von 50 Dollar zu kommen. Beim Lesegerät sei das nicht gelungen, weil die Displays mit E-Ink-Technik dafür zu teuer seien.

Amazon ist bekannt dafür, seine Geräte praktisch zu den Produktionskosten zu verkaufen, um das Geld dann über seine Dienste wieder hereinzuholen. Dem Unternehmen wird aber auch von Konkurrenten vorgeworfen, manchmal Geräte zu einem Dumpingpreis anzubieten, um die Kunden an Amazon-Dienstleistungen zu binden. Die Preismarke von 50 Dollar birgt das Risiko von Kompromissen bei der Qualität: Die Tablets, die für diesen Preis etwa in China oder Indien zu bekommen sind, weisen oft eklatante Schwächen auf.

Dem Wall Street Journal zufolge will Amazon auch neue Tablets mit Bildschirm-Diagonalen von 8 und 10 Zoll vorstellen. Die Entwicklung eines neuen Smartphones habe der Konzern dagegen nach dem Flop des Fire Phone im vergangenen Jahr auf Eis gelegt, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. In Amazons Hardware-Abteilung Lab126 seien diverse damit beschäftigte Entwickler entlassen worden. (mit Material der dpa) / (jo)

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