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Amazon verkauft mehr E-Books als gedruckte Taschenbücher [Update]

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Die kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen von Amazon zeigen, dass der klassische Buchverkauf inzwischen nur noch eine untergeordnete Rolle für den Onlinehändler spielt. Im vierten Quartal 2010 hat Amazon in den USA erstmals mehr E-Books als gedruckte [Korrektur: Bücher Taschenbücher] verkauft. Bereits im Sommer letzten Jahres überholten die elektronischen Bücher die gebundenen Exemplare. Inzwischen beträgt das Verhältnis der verkauften Stückzahlen von E-Book zu Hardcover drei zu eins. Der amerikanische Kindle-Store enthält derzeit 810.000 Titel, wovon ein Großteil unter 10 US-Dollar erhältlich ist. Darüber hinaus sind mehrere Millionen elektronische Bücher kostenlos verfügbar, die vor 1923 erschienen sind und deren Copyright abgelaufen ist.

Der E-Book-Boom sorgt zudem für eine hohe Nachfrage des Lesegeräts Kindle, das sich zum meist verkauften Produkt von Amazon entwickelt hat. Der Erfolg ist aber zum Teil mit Rabatten erkauft, so kostet die neue Version des Kindle 25 Prozent weniger als der Vorgänger. Die aggressive Preisgestaltung ist der wachsenden Konkurrenz durch das iPad und die Reader anderer Buchhändler geschuldet . Darüber hinaus bietet Amazon Reader für zahlreiche Plattformen wie Android, Blackberry, iOS, Mac OS X und Windows an.

In Deutschland entwickelt sich der Verkauf von E-Books bislang wenig positiv. Das liegt am geringen Angebot und den vergleichsweise hohen Preisen durch die Buchpreisbindung. Zudem müssen für elektronische Bücher in Deutschland 19 Prozent statt der für gedruckte Bücher geltenden 7 Prozent Mehrwertsteuer abgeführt werden. (chh)

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