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Amazon verklagt Händler wegen eingekaufter Fake-Bewertungen

Das Online-Versandhaus Amazon geht erstmals gegen Marketplace-Verkäufer vor, die positive Bewertungen in Auftrag geben.

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(Bild: dpa, Henning Kaiser/Archiv)

Einem Bericht der Seattle Times zufolge hat Amazon erste Verkäufer verklagt, die für ihre angebotenen Produkte positive Rezensionen im großen Stil bei Dienstleistern bestellt haben sollen. Mindestens 30 Prozent der Bewertungen sollen dabei nicht von tatsächlichen Käufern stammen.

Damit weitet der US-Konzern seine Maßnahmen gegen Fake-Renzensionen weiter aus. Seit Anfang 2015 geht Amazon bereits gegen die Anbieter solcher Bewertungen vor und verklagte nach eigenen Angaben bislang über 1000 Personen, die Rezensionen gegen Geld anboten. Generell untersagt Amazon seinen Händlern in den Marketplace-Geschäftsbedingungen, selbst wohlwollende Bewertungen einzustellen oder andere damit zu beauftragen.

Für viele Kunden sind die Bewertungen ein wichtiges Entscheidungskriterium für den Kauf eines Produkts. Dementsprechend erscheint es für einige Anbieter verlockend, mit gefakten Bewertungen die Gesamtbewertung zu frisieren. Fallen Kunden darauf rein, sinkt dadurch nicht nur das Vertrauen in den einzelnen Händler, sondern auch in die Plattform Amazon selbst. Auch deshalb verbessere der Konzern nach eigenen Angaben stetig die algorithmischen Mechanismen, um solche Fälschungen zu entlarven.

(wre)