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Amazon verzeichnet Rekord-Gewinn

Schwarze Zahlen waren bei Amazon lange eine Seltenheit, nun schafft der Online-Handelsriese einen Rekord-Quartalsgewinn nach dem anderen. Vor allem das Cloud-Geschäft wächst weiter auf Hochtouren.

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(Bild: amazon.com)

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Amazon hat dank brummender Geschäfte mit Cloud-Diensten im zweiten Quartal einen weiteren Rekordgewinn verbucht. Der Überschuss kletterte im Jahresvergleich von 92 Millionen auf 857 Millionen Dollar (derzeit etwa 774 Millionen Euro), wie der Online-Händler am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit wurde bereits im dritten aufeinanderfolgenden Quartal eine neue Bestmarke aufgestellt.

Fünfmal in Serie legte das Unternehmen von IT-Milliardär Jeff Bezos nun bereits schwarze Quartalszahlen vor – das hat es bei Amazon seit 2012 nicht gegeben. Die Erwartungen der Analysten konnte das Unternehmen im zweiten Quartal auch beim Umsatz deutlich übertreffen: Die Erlöse legten um 31 Prozent auf 30,4 Milliarden Dollar zu. Für das dritte Quartal stellte Amazon einen weiteren Anstieg auf 31,0 Milliarden bis 33,5 Milliarden Dollar in Aussicht.

Einen wesentlichen Teil zu den jüngsten Erfolgen trägt die unter dem Kürzel AWS geführte Cloud-Sparte bei. Hier nahm der Umsatz zum Vorjahr um 58 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar zu. Das Geschäft ist hochprofitabel: Der operative Gewinn sprang von 305 Millionen auf 718 Millionen Dollar. Zuletzt expandierte Amazon mit AWS in Indien und konnte den SAP-Rivalen Salesforce für eine umfassende Partnerschaft gewinnen.

Doch auch das US-Handelsgeschäft legte mit einem Anstieg des operativen Gewinns von 348 Millionen auf 702 Millionen Dollar im zweiten Quartal deutlich zu. Amazon punktet mit seinem Prime-Service, der unter anderem Zugang zu Musik- und Video-Streaming sowie kostenlosen Versand bei vielen Produkten bietet. Rote Zahlen schreibt indes weiter das internationale Handelsgeschäft, hier verringerte sich der Quartalsverlust aber immerhin von 189 Millionen auf 135 Millionen Dollar.

Obwohl die Zahlen deutlich über den Prognosen lagen, reagierten Anleger zunächst relativ verhalten. Die Aktie stieg nachbörslich nur um moderate gut 2 Prozent und tauchte direkt nach Veröffentlichung der Ergebnisse sogar kurz ins Minus ab. Möglicherweise hatten sich Börsianer beim Ausblick etwas mehr Klarheit erhofft. Amazon stellte für das laufende Quartal ein operatives Ergebnis in einer sehr breiten Spanne in Aussicht – zwischen 50 Millionen und 650 Millionen Dollar. (anw)