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Amazon zahlt 150.000 US-Dollar wegen Löschung von E-Books

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Online-Buchhändler Amazon entschädigt einige Kunden für die Löschung von E-Books auf Kindle-Lesegeräten und damit verloren gegangene private Notizen. Die Anwälte des High-School-Schülers Justin Gawronski und von Antoine J. Bruguier bekommen vom Online-Einzelhändler Amazon als Entschädigung für die Löschung von E-Books 150.000 US-Dollar ausgezahlt. Sie hatten gegen Amazon geklagt, nachdem das Unternehmen legal erworbene E-Books von den Lesegeräten ihrer Mandanten entfernt hatte. Dabei waren Gawronski das Buch "1984" von George Orwell abhanden gekommen und die elektronischen Notizen, die er auf seinem Kindle dazu angelegt hatte, unbrauchbar geworden. Nun einigten sich die Kontrahenten außergerichtlich.

Laut der vom Online-Magazin Techflash veröffentlichten Einigungsvereinbarung (PDF-Datei) verspricht Amazon zudem, künftig nur noch unter bestimmten Umständen E-Books zu löschen: wenn der Nutzer zustimmt oder nicht für das Werk gezahlt hat, offizielle Stellen die Löschung oder Veränderung verlangen oder der Nutzer beziehungsweise sein Gerät geschützt werden müssen. Die Anwälte geben das Geld für wohltätige Zwecke weiter, heißt es weiter in der Vereinbarung.

Im Juli hatte sich Amazon-Chef Jeff Bezos bereits für die Löschungsaktion entschuldigt. Anfang September bot sein Unternehmen den betroffenen Kunden ein neues Exemplar der auf ihren Geräten gelöschten Werke an. Alternativ konnten sie einen Amazon-Gutschein im Wert von 30 US-Dollar entgegennehmen. (anw)

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