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Amazons Alexa kann bald flüstern und spricht wie Samuel L. Jackson

Flüsternd, langsamer und schneller: Amazons Alexa soll bald neue Sprechmodi beherrschen. Außerdem soll sie erklären können, warum sie wie geantwortet hat.

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(Bild: MAHATHIR MOHD YASIN/Shutterstock.com)

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Amazons Sprachassistentin Alexa bekommt neue Fähigkeiten, die die Nutzung komfortabler machen und den Anwendern mehr Kontrolle bieten sollen. So soll die Sprachassistentin bald einen deutschsprachigen Flüstermodus bekommen, bei dem sowohl die Sprachausgaben geflüstert werden als auch die Befehle mit leiser Stimme gegeben werden können, um etwa schlafende Personen nicht zu wecken.

Ein weiteres Feature ist eine einstellbare Sprechgeschwindigkeit Alexas. Insgesamt sieben verschiedene Tempi sind dabei möglich, vier schnellere als der Standardmodus und zwei langsamere. Mit den Kommandos "Alexa, sprich schneller“ beziehungsweise "langsamer“ lässt sich die Geschwindigkeit dann ändern; "Alexa, sprich mit normaler Geschwindigkeit“ aktiviert wieder das Standardtempo.

Zwei für die kommenden Wochen angekündigten Fähigkeiten sollen den Nutzern mehr Transparenz über Alexas Verarbeitung von Anweisungen geben: Auf die Frage "Alexa, was hast du gehört?“ soll die Assistentin bald die letzte erhaltene Anfrage vorlesen können. Bei der Frage "Alexa, warum hast du das getan?” soll es wiederum eine kurze Erklärung für die Antwort auf den zuvor erfolgten Befehl geben.

Auch zur Löschung von Sprachaufnahmen will Amazon eine neue Option bereitstellen. Bereits jetzt können individuelle Löschanweisungen zum Beispiel durch einen Befehl wie "Alexa, lösch alles, was ich heute gesagt habe“ erteilt werden. Neu hinzu kommt die Option für ein automatisiertes Löschen aller älteren Aufnahmen. Das kann dann alle Aufzeichnungen, die "älter als drei beziehungsweise 18 Monate alt sind“, betreffen, wie Amazon ausführt. Diese Funktion soll im Laufe des Jahres kommen. Genaue Daten, wann die genannten neuen Fähigkeiten verfügbar sind, nannte Amazon nicht.

Darüber hinaus präsentierte Amazon am Mittwoch in Seattle zahlreiche weitere Funktionen, bei denen noch unklar blieb, wann und ob sie überhaupt deutschsprachige Nutzer erreichen werden. Unter anderem soll Alexa künftig auch erkennen können, wenn Nutzer über sie frustriert sind. Dafür wird die Software die Stimme analysieren – und freundlicher sein. Dieses Merkmal soll zunächst bei den Musikwünschen der Nutzer aktiviert werden und Schritt für Schritt in andere Bereiche gelangen.

Neue Software auf Basis von Deep-Learning-Technik soll auch für eine natürlichere Sprachausgabe sorgen und damit die Imitation menschlicher Stimmen verbessern. US-Kunden werden bald auch andere Sprachausgabe-Stimmen als die Computerstimme Alexas einstellen können. Den Anfang macht alsbald die Stimme des Schauspielers Samuel L. Jackson, die für einen Dollar hinzugekauft werden kann. "Jackson" ist sogar in zwei Varianten verfügbar, einer natürlichen und einer jugendfreien. Weitere Prominente sollen nächstes Jahr folgen.

Darüber hinaus wird die Vernetzung mit dem Smart Home noch enger: So soll Alexa künftig zum Beispiel warnen können, wenn die Batterien im vernetzten Türschloss oder die Tinte im Drucker zur Neige gehen – kompatible Geräte vorausgesetzt.

Ebenfalls soll es einen neuen Kommunikationsmodus eigens für Kinder geben, bei denen die Kleinen über Alexa-Geräte miteinander sprechen können. Eltern werden über Whitelists steuern können, wer mit wem über welche Geräte sprechen darf. Ebenfalls auf den Nachwuchs beziehungsweise dessen Bildung zielt eine Amazon Education Skill genannte API, an die Schulen mittels Software wie Coursera und Canvas andocken können. Als Nutzungsszenarien nannte Amazon, dass Eltern die Hausaufgabenliste und Schularbeitsnoten ihrer Sprösslinge über Alexa abfragen können.

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(axk)