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Amazons Day 1 Edition: Smarte Brille und Ring im öffentlichen Betatest

Mit smartem Ring "Echo Loop" und Brille "Echo Frames" wandelt Amazon auf den Spuren von Google Glass. Der Konzern will herausfinden, was Nutzer damit anfangen.

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Brillenträgern kann Amazons Alexa jetzt auch ins Ohr flüstern - dank Echo Frames.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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Unter dem Label "Day 1 Edition" vermarktet Amazon ab sofort neue Produkte, die noch nicht ganz ausgereift sind. Das Unternehmen möchte herausfinden, wie echte Kunden außerhalb von Versuchslaboren und Teststellungen mit den neuartigen Geräten umgehen, und welche Ideen oder Wünsche sie für neue Anwendungsszenarien haben. Den Anfang machen zwei Geräte mit dem Alexa-Sprachassistent: Eine Brillenfassung namens Echo Frames und ein Ring namens Echo Loop, der fast einem Märchen entschlüpft sein könnte.

Eine Amazon-Mitarbeiterin demonstriert die vernetzte Brillenfassung Echo Frames.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Beide Geräte haben kein Display, aber Mikrofone, Lautsprecher, Akku, und Bluetooth-Anbindung (Low Energy sowie Classic). Sie werden nur in den USA feilgeboten, und nur an Kunden verkauft, die eine Einladung erhalten haben. Jeder US-Kunde kann sich um eine Einladung bewerben. Amazon sucht sich dann aus, wer wann bestellen darf.

Für Echo Frames sind bestimmte Brillendimensionen Voraussetzung, weil es das Brillengestell vorerst nur in beschränkten Variationen gibt. Echo Loop gibt es zunächst in vier Größen. Prospektive Kunden werden zunächst Plastikmodelle erhalten, anhand derer sie testen können, welche Ringgröße sie brauchen.

Zwei Echo Loop

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Der echte Loop besteht außen aus Titan mit diamantenartiger Kohlenstoffbeschichtung, innen aus Stahl. Das technische Innenleben hat es in sich: Der Lautsprecher misst gerade einmal 5 mal 2,1 mal 1,9 Millimeter. Es soll der kleinste Lautsprecher sein, den Amazon je verkauft hat. Von den zwei Mikrofonen dient eines der Erkennung und folgenden Filterung von Umgebungsgeräuschen.

Ist die Umgebung laut, muss man Echo Loop ans Ohr halten, um etwas zu hören.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Dazu kommen ein Akku mit 15 mAh, ein winziges Motherboard, eine Bluetooth-Antenne, ein Druckknopf und ein "piezo-haptisches Modul", was ein schicker Vibrator ist. Über das Mikrofon kann der User mit Amazons Alexa reden, über den Lautsprecher Alexas Antworten erfahren. Auch Telefonate sind möglich. Der Druckknopf dient dazu, den wichtigsten Gesprächspartner direkt anzurufen, ohne Alexa bemühen zu müssen.

Das Frames genannte Brillengestell erinnert an Google Glass ohne Display. In den Stegen sitzen Akkus, Touchfeld, Mikrofon und Lautsprecher. Sie erlauben die Interaktion mit Alexa. Linsen können vom Optiker eingesetzt werden. Teilnehmer am Betatest dürfen 180 US-Dollar für eine Alexa-Brillenfassung zahlen, 130 Dollar für einen Loop. Der muss zum Händewaschen übrigens nicht abgenommen werden, unter die Dusche sollte man damit aber nicht.

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(ds)