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Amazons Kindle-Buchladen öffnet in Deutschland

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Von heutigen Donnerstag an lässt sich die aktuelle Generation vom Kindle auf Amazon.de ordern. Das 6-Zoll-Modell mit WLAN-Modul kostet 139 Euro, mit zusätzlicher 3G-Konnektivität liegt das Lesegerät bei 189 Euro. Die mobile Nutzung vom integrierten E-Book Store ist dabei kostenlos, darüber hinaus erlaubt ein rudimentärer Webbrowser außerhalb der Reichweite von WLAN-Hotspots lediglich den Zugriff auf Wikipedia. Noch nicht im deutschen Sortiment ist der großformatige Kindle DX mit 9,7-Zoll-E-Ink Display – der Fokus in Deutschland liege zunächst einmal auf dem Sechs-Zoller, betonte eine Unternehmenssprecherin gegenüber heise online.

Schon seit Herbst 2009 konnten deutsche Anwender den Kindle über Amazon.com bestellen, fanden bislang aber nahezu ausschließlich englischsprachige E-Books im angeschlossenen Online-Shop; rechtebedingt waren zudem viele im US-Store gelistete Bestseller für deutsche Kunden nicht verfügbar. Weil der Kindle den offenen epub-Standard sowie den verbreiteten Adobe Kopierschutz nicht unterstützt, war das Lesegerät hierzulande damit bislang nur für anglophile Lesefreunde interessant.

Amazon.de eröffnet nun zeitgleich zum Verkaufsstart vom Kindle in Deutschland einen lokalen digitalen Buchladen, wo momentan rund 25.000 deutschsprachige Titel zu haben sind. Darunter befinden sich 71 Titel aus der aktuellen Spiegel-Bestsellerliste sowie knapp 4.800 kostenlose gemeinfreie Werke. Daneben hat Amazon auch einige E-Paper im deutschen Sortiment, jedoch ohne das dafür eigentlich prädestinierte Lesegerät Kindle DX anzubieten.

Bedingt durch die Buchpreisbindung kosten deutsche E-Books bei Amazon exakt so viel wie in anderen Online-Shops, wo dieselben Titel allerdings teilweise (abhängig vom Verlag) kopierschutzfrei angeboten werden. Sämtliche E-Books im Kindle Store liegen dagegen im proprietären azw-Format vor und sind ausschließlich mit Amazon-Anwendungen lesbar. Neben der Kindle-Hardware bietet Amazon Deutschland gegenwärtig Leseapps für iOS, Android, PC und Mac – Anwender von Blackberrys oder Smartphones mit Windows Phone 7, die in den USA bereits mit eigenen Apps bedient werden, gehen hierzulande noch leer aus [Update: Auch im deutschen Windows Phone 7 Marketplace ist bereits eine Kindle-App verfügbar, welche allerdings noch nicht lokalisiert wurde.].

Apps und Reader synchronisieren sich automatisch mit dem eigenen Kindle Account, neben E-Books werden auch Lesezeichen und persönliche Hervorhebungen zwischen Plattform und Endgeräten abgeglichen. Mit dieser Cloud-Lösung machte Amazon in der Vergangenheit bereits negative Schlagzeilen, als das Unternehmen illegal verkaufte E-Books aus der Ferne von Lesegeräten der Kundschaft löschte. (jh)

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