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Ambeo Smart Headset: Sennheiser liefert Spezialmikrofon für binaurale Aufnahmen aus

Das neue iOS-Headset ermöglicht nicht nur räumliche Tonaufnahmen, sondern kann auch als aktiver Gehörschutz und Hörhilfe dienen.

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Ambeo Smart Headset: Sennheiser liefert Spezialmikrofon für binaurale Aufnahmen aus

(Bild: Apogee)

Sennheiser hat zusammen mit dem Audi-Spezialisten Apogee ein neuartiges Headset für iPhones und iPads auf den Markt gebracht.

Das Ambeo Smart Headset ist an seinen In-Ear-Kopfhörer-Stöpseln mit zwei hochwertigen Mikrofonen bestückt. Damit können Videofilmer ihre Aufnahmen mit binauralen Stereospuren verzieren. Dabei kann der spätere Zuhörer besser unterscheiden, aus welcher Richtung die Geräusche kommen. Wie gut das klappt hängt unter anderem davon ab, wie sehr sich Kopf-, Ohr- und Schulterform des Aufnehmers mit dem des Zuhörers gleichen und wie gut die Kopfhärer während der Wiedergabe sind. Im Idealfall kann der Zuhörer exakt die räumlichen Höreindrücke während der Aufnahme nachvollziehen.

Da die binaurale Aufnahmetechnik mit normalen Stereo-Aufnahmespuren arbeitet, funktioniert sie mit jeder iOS-Software, die Stereo-Ton von einem externen Mikrofon aufnimmt. Angeschlossen wird das Headset per Lightning-Stecker. Ein analoger Klinkenstecker ist nicht vorhanden.

Bitte mit Kopfhörern hören: Die kurze Demo zeigt die Wirkung einer binauralen Aufnahme mit dem Ambeo Smart Headset. Zum Vergleich schaltet das Video zwischen Mono und Binaural hin und her.

Gehörschutz und Hörhilfe

Dank der hochwertigen Mikrofone hat das Ambeo Smart Headset aber noch weitere Tricks für die normale Wiedergabe über die Kopfhörer parat, wie die Webseite von Apogee verrät. So kann es die Geräusche von Außen per Noise Cancelling aktiv ausblenden, mit gedämpfter Lautstärke durchlassen oder sogar verstärken. Das Headset eignet sich somit als aktiver Gehörschutz oder auch als Hörhilfe. Es kann zudem das manchmal als störend empfundene Gefühl der Abkapselung vermindern. "Transparent Hearing" nennt dies der Hersteller. Die Einstellungen lassen sich über eine kostenlose App vornehmen.

Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht: 300 Euro muss man für die Neuentwicklung auf den Tisch legen. Seit Anfang Dezember wird das Headset auch in Deutschland vertrieben. (hag)

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