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Telepolis

Amerikaner verbringen 5 Monate im Jahr mit Medien

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Nach Zahlen, die die amerikanische Statistikbehörde U.S. Census heute veröffentlicht hat, liegt der Medienkonsum des durchschnittlichen Amerikaners bei täglich fast 10 Stunden. Rechnet man dies hoch, so verbringen die Menschen fast fünf Monate des Jahres oder 3.499 Stunden mit Medien oder setzen sich ihnen zumindest aus. Nach Schätzungen nimmt der Medienkonsum weiter zu. 2007 sollen es bereits 3.518 oder 2009 3.555 Stunden sein.

Auch wenn die täglichen 10 Stunden Mediennutzung nicht außergewöhnlich sind, sondern beispielsweise auch für Deutschland zutreffen, so liegen die Amerikaner bei der Fernsehnutzung noch immer weltweit mit 1.555 Stunden im Jahr oder etwa 4,5 Stunden am Tag an der Spitze (die Deutschen kommen auf etwa 3,5 Stunden, haben aber in den letzten Jahren aufgeholt). Während die Hälfte der Medienzeit vor und mit dem Fernsehen verbracht wird, fallen die anderen Medien stark ab. Rundfunk hält sich an zweiter Stelle etwa konstant mit 975 Stunden. Die Internetnutzung nimmt kontinuierlich zu und liegt jetzt bei 190 Stunden. Damit hat die Internetnutzung, was das Zeitbudget betrifft, erstmals das Lesen von Zeitungen (175 Stunden) überholt. Die Lektüre von Magazinen und Büchern liegt bei 122 bzw. 106 Stunden, Tendenz gleich bleibend. Computerspiele verschlingen mit 82 Stunden im Jahr noch relativ wenig Zeit.

Sicher nicht direkt oder allein mit der Zeit verbunden, die mit Medien verbracht wird, ist die Zahl der Menschen, die übergewichtig sind. Das sollen zwei Drittel aller Amerikaner sein, davon sind über 31 Prozent fett. Hier hebt sich besonders die Altersgruppe zwischen 45 und 75 Jahren hervor. Ein Viertel der Amerikaner über 18 Jahre übt praktisch keine körperliche Betätigung aus. (fr)