Amerikanische Biometrie-Firma L1-Identity wird europäisch

L-1 Identity ist einer der wichtigsten Lieferanten und Berater des US-amerikanischen Department of Homeland Security. In Deutschland ist die Firma Lieferant des Kamerasystems des automatisierten Grenzabfertigungsystems EasyPass am Frankfurter Flughafen.

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Die französische Safran Group will für 1,09 Milliarden Dollar alle Aktien der amerikanischen Biometrie-Firma L-1 Identity Solutions aufkaufen. Dies gab der Konzern in Paris bekannt. Laut der Mitteilung der Safran Group wird der britische Rüstungskonzern BAESystems für 295 Millionen Dollar die Sparten von L-1 Identity übernehmen, die direkt mit US-Behörden zusammenarbeiten. L-1 Identity ist einer der wichtigsten Lieferanten und Berater des US-amerikanischen Department of Homeland Security.

Die Übernahme von L-1 Identity durch die Safran Group mit den IT-Firmen Sagem und Sagem-Orga ist ein Indiz dafür, dass Sicherheitssysteme gegen asynchrone Bedrohungen ein lukrativer Geschäftszweig geworden sind. Weltweit wird zunehmend Terrorabwehrtechnik gekauft. Der französisch-britische Vorstoß soll L-1 Identity vor allem im europäischen Markt neue Perpektiven eröffnen. Als Lieferant der weltweit am häufigsten eingesetzten 4-Finger-Scanner passen L-1-Produkte beispielsweise gut zu den Einzelfinger-Scannern von Sagem. In Deutschland ist die Firma Lieferant des Kamerasystems von EasyPass am Frankfurter Flughafen.

Allgemein wird erwartet, dass weitere Aufkäufe im Sicherheitssektor anstehen. Vor wenigen Tagen hat sich die Sicherheitssparte des deutsch-französischen EADS-Konzern in Cassidian umbenannt und weitere Investitionen in Sicherheitstechnologien angekündigt. So soll Cassidian an der britischen Firma Smiths Detection interessiert sein, deren deutsche Tochter Smiths Heimann in Wiesbaden Röntgengeräte und Nacktscanner für die Flughafensicherheit produziert. (jk)