CES

Amerikanische Film- und IT-Firmen wollen einheitlichen DRM-Standard

Ein Konsortium aus US-amerikanischen Filmstudios, Software- und Geräteherstellern sowie Händlern arbeitet an einem einheitlichen DRM-Standard für den digitalen Vertrieb von Videos.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 158 Beiträge
Von
  • Sven Hansen

Über zwanzig Firmen der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie haben in Los Angeles ein Konsortium gegründet. Ziel der Digital Entertainment Content Ecosystem LLC (DECE) ist es, Erwerb und Nutzung digitaler Inhalte für den Konsumenten so einfach zu gestalten, wie er es vom physischen Vertrieb her gewohnt ist. Zu den Mitgliedern zählen Filmstudios wie Warner Bros. Entertainment, Fox Entertainment Group, Sony und Paramount Pictures aber auch IT-Firmen wie Microsoft, Hewlett-Packard und Cisco.

Mitch Singer, Chief Technology Officer bei Sony und President von DECE sieht in einem einheitlichen Standard eine große Chance: "Bei CD oder DVD heißt es: Einmal kaufen, überall abspielen. DECE verfolgt einen ähnlichen Ansatz für die digitale Distribution". Einheitliche Standards und ein Logo-Programm sollen es dem Kunden künftig ermöglichen, digitale Videos von DECE-zertifizierten Händlern auf entsprechenden Abspielgeräten problemlos wiederzugeben. So soll der Nutzer in Zukunft online erworbene Videos von beliebigen Orten aus über das Internet abrufen können.

DECE dürfte ein Versuch der Filmindustrie sein, aus den Fehlern der Musikindustrie zu lernen und sich beizeiten auf einen einheitlichen DRM-Standard zu einigen. Die digitalen Vertriebssysteme können nur bestehen, wenn sie zumindest vom Benutzerkomfort mit den illegalen Angeboten im Netz aufschließen können. Zur CES 2009 will sich das Konsortium erstmals öffentlich präsentieren.

Siehe dazu auch:

(sha)