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Analysedienste: Windows 10 überholt Windows 7

Trotz aller Versuche, Nutzer zum Umstieg zu bewegen, hat Windows 10 lange gebraucht, um das beliebte Windows 7 einzuholen.

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Windows 10

(Bild: dpa, Jagadeesh Nv)

Windows 10 hat laut Daten des Analysedienstes Netmarketshare zum ersten Mal mehr Nutzer als Windows 7. Demnach war Windows 10 im Dezember auf 39,22 Prozent der erfassten Rechner installiert, Windows 7 auf 36,9 Prozent. Darauf folgten mit großem Abstand Windows 8.1 mit 4,45 Prozent und MacOS X 10.13 mit 2,84 Prozent. Nach Zählung von Netmarketshare hat das 2015 veröffentlichte Windows 10 damit über 3 Jahre gebraucht, um Windows 7 einzuholen.

Allerdings geben die Zahlen von Netmarketshare nicht die absolute Anzahl der Systeme wieder, sondern zeigen das Verhältnis der Betriebssystem-Anteile zueinander. Zudem ermittelt Netmarketshare die Verbreitung anhand von Web-Zugriffen auf mehreren tausend Websites; Offline-Systeme werden also nicht mitgezählt. Dem Analysedienst Statcounter zufolge soll Windows 10 sogar bereits im Januar 2018 seinem Vorgänger die Krone entrissen haben. Demnach seien im Dezember 2018 schon 52,42 Prozent aller erfassten Windows-Rechner mit der 10er-Version ausgestattet gewesen und nur 35, 56 mit Windows 7.

Ursprünglich hatte sich Microsoft als Ziel gesetzt, dass bis Ende 2018 eine Milliarde Rechner mit Windows 10 laufen solle. Davon war der Softwarekonzern aber bald abgerückt. Im vergangenen September hatte Microsoft die Zahl von rund 700 Millionen Geräte weltweit mit Windows 10 bekannt gegeben, zuvor wurde im November 2017 der Meilenstein von 600 Millionen Geräten erreicht.

Unabhängig von der Zählung zeigt sich jedenfalls, dass Microsoft die Wechselunwilligkeit vor allem bei Nutzern von Windows 7 sehr unterschätzt hat. Gerade im Firmenumfeld dürfte die Version des Betriebssystems immer noch sehr verbreitet sein, trotz aller Versuche, zum Umstieg zu bewegen. Der reguläre Support für die Betriebssystemversion ist eigentlich schon beendet, noch bis Anfang 2020 läuft der erweiterte Support. Für Firmen mit Volumenlizenzen wird zudem noch bis 2023 kostenpflichtiger Windows-7-Support geboten.

Hinweis in eigener Sache: Mehr zum Support-Ende von Windows 7 Anfang kommenden Jahres lesen Sie in der ct 2/19, die am 5. Januar 2019 erscheint. (axk)