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Analysesoftware "Hessendata" gibt es jetzt auch mobil

Mit einer mobilen Version der Analysesoftware "Hessendata" sollen Polizisten bei ihren Einsätzen künftig besser vernetzt sein.

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Die Analysesoftware "Hessendata" wird um die Handy-App "Hessendata mobile" ergänzt. Sie stehe bereits seit Mitte 2018 ersten operativen Einheiten zur Verfügung, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. Nun liefen die Vorbereitungen für eine hessenweite Nutzung.

Die Einheiten seien mit der App deutlich reaktionsschneller, um Terroristen oder Schwerstkriminelle effektiv zu bekämpfen, erläuterte Innenminister Peter Beuth (CDU). Die Analyseplattform verknüpft bereits vorhandenes Wissen aus Polizeidatenbanken – aber auch aus sozialen Medien – und bereitet es für die Polizei auf. Die Software wird im Kampf gegen islamistische Gefährder eingesetzt.

Der Einsatz der Antiterror-Software soll, wenn es nach der schwarz-grünen Landesregierung geht, ausgeweitet werden und bei Ermittlungen zu Kindesentführungen und Kindesmissbrauch eingesetzt werden. Die Opposition hat generellen Zweifel am Einsatz der Software, aber auch am Vorgang der Beschaffung. "Hessendata" basiert auf der Antiterror-Software "Gotham" des US-amerikanischen Unternehmens Palantir.

Das Bundesland Hessen hat für die Einführung den Negativpreis "Big Brother Award 2019" gewonnen. Mitarbeiter von Palantir hatten zu Servicezwecken Zugriff auf das Netzwerk der hessischen Polizei. Schlussendlich dient die Software der Massendatenauswertung. Auch Nordrhein-Westfalen will eine solche Software einführen und damit Facebook und Co. durchsuchen können. (emw)