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Analyst: PUBG dominiert Steam-Verkäufe, besonders in China

Steamspy hat seine Statistiken für Steam veröffentlicht: Neben den Top 20 der meistverkauften Spiele erklärte der Betreiber auch, warum PUBG in China so erfolgreich ist.

Analyst: PUBG dominiert Steam-Verkäufe, besonders in China

Die 20 meistverkauften Spiele auf Steam im Jahr 2017.

(Bild: Steamspy)

Valve hat 2017 sein erfolgreichstes Jahr mit Steam erlebt. Laut einer Analyse von Sergey Galyonkin auf Steamspy kamen im vergangenen Jahr 63 Millionen neue Spieler auf Steam hinzu. Insgesamt gibt es demnach 291 Millionen User-Accounts. Davon hatten sich Innerhalb der vergangenen 14 Tage 57 Millionen Spieler mindestens einmal eingeloggt.

Laut Steamspy kann sich Valve über einen Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar freuen, 2016 waren es nur 3,5 Milliarden. Mit dazu bei trug die riesige Zahl neu veröffentlichter Spiele. 7696 Titel seien allein 2017 auf Steam erschienen, von den insgesamt verfügbaren 21.406 Titeln sind das 39 Prozent. Grund für den großen Anstieg sei Valves Direct-Programm, welches das vorige Greenlight-Programm abgelöst hat.

Allerdings sind diese Umsatzzahlen mit Vorsicht zu genießen, da Steamspy nicht berücksichtig, ob die Lizenzen tatsächlich verkauft oder kostenlos verteilt wurden. Zudem fließen In-App-Käufe nicht in die Umsatzberechnung mit ein. Für die Analysen wertet Steamspy nach eigenen Angaben täglich 800.000 User-Accounts auf Steam aus.

Doch die Umsätze sind ungleich verteilt: Allein die Top 100 Spiele generieren die Hälfte des Umsatzes auf Steam. Mit weitem Abstand an erster Stelle steht Players Unknown Battleground (PUBG) mit knapp 28 Millionen Lizenzen, die dem Hersteller geschätzt 600 Millionen US-Dollar Umsatz bescherten – als Shop-Betreiber ist Valve zu 30 Prozent daran beteiligt. Auf den weiteren Plätzen folgen Counter Strike: Global Offensive, GTA V, Call of Duty WWII und Civilization VI.

PUBG ist vor allem in China beliebt. Das sei umso erstaunlicher, weil Steam in China bislang offiziell nicht gestartet ist. Das chinesische Steam-Netzwerk wird von Hongkong aus betrieben und von den chinesischen Behörden bislang nur geduldet, indem sie die Zugänge im Rest des Landes nicht blockieren.

Unter den aktiven Steam-Spielern machten Chinesen mit knapp 20 Prozent inzwischen den größten Anteil aus. Im Durchschnitt würden sie 16 Stunden pro Woche daddeln – mehr als doppelt so lang wie in den USA, wo Steam-Spieler auf eine Stunde pro Tag kommen. Allerdings gehörten chinesischen Spielern nur 5,4 Prozent aller Steam-Spiele. Galyonkin erklärte dies damit, dass die meisten Chinesen in Internet-Cafes spielen würden, die PUBG auf Rechnern fertig vorinstalliert für etwa drei US-Dollar pro Stunde anbieten. Diese Internet-Accounts seien meist ungeschützt, weshalb es ein Leichtes sei, dass die Spieler dort weitere Cheats installieren. Rund 90 Prozent aller Cheater in PUBG würden von China aus agieren, erklärte Galyonkin.

In Deutschland ist derweil die Nachfrage nach "Indie-Spielen" besonders hoch. Nach den USA werden hierzulande die meisten Spiele in dieser Kategorie verkauft. Galyonkin riet deshalb den versammelten Entwicklern auf der Game Developers Conference in San Francisco, wo er seine Zahlen vorstellte, mehr Spiele auf Deutsch zu übersetzen. (hag)

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