Android 4.3 bringt eingeschränkte Profile und Bluetooth 4.0

Heute hat Google Android 4.3 vorgestellt. Die neue Mobilsystem-Version bringt eingeschränkte Profile beispielsweise als Kinderschutz und unterstützt Bluetooth Smart vor allem für Fitness-Tracker.

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Update
Von
  • Jörg Wirtgen

Beim Pressefrühstück am Mittwoch hat Google die nächste Version des Mobilfunk-Betriebssystems Android vorgestellt, die auf dem ebenfalls neuen Nexus 7 vorinstalliert ist. Unser Gadget-Blog TechStage berichtet Live.

Eingeschränkte Nutzer sehen nur die vom Administrator erlaubten Apps oder In-App-Käufe. So kann man sein Tablet für Kinder einschränken oder einen Gäste-Account einrichten.

(Bild: Google)

Android 4.3 erweitert die mit 4.2 eingeführte Benutzerverwaltung um eine Möglichkeit, Accounts zu beschränken, beispielsweise als Kinderschutz. Der Administrator kann den Nutzern einzelne Apps sperren oder In-App-Käufe verbieten. Bisher war die Benutzerverwaltung nur auf Tablets aktiv, und auch jetzt liefert Googles Demo keinen Hinweis darauf, ob sie nun auf Smartphones kommt.

Als Demo für Bluetooth Smart zeigte Google die App Runtastic in Verbindung mit Fitness-Sensoren.

(Bild: Google)

Eine weitere Neuerung ist Bluetooth Smart, auch als Bluetooth Low Energy bekannt. Dieser Standard ist zum Anbinden von Geräten mit niedrigem Stromverbrauch wichtig, derzeit nutzen das vor allem Fitness-Tracker wie Pulssensoren. Sie lassen sich bisher nur mit den wenigen Android-Smartphones nutzen, deren Hersteller den Standard selbst nachgerüstet haben, und selbst das erforderte im Allgemeinen eine Anpassung der Apps, die die Sensoren auslesen sollte – mit Android 4.3 dürfte das also für alle Beteiligten einfacher werden.

OpenGL ES 3.0 ermöglicht bessere 3D-Grafiken, was Google anhand von beeindruckenden Demos zeigte.

Weitere Neuerungen von 4.3: Verbesserte Texteingabe, schnellerer Wechsel zwischen Nutzern, WLAN-Verbesserungen, neue Sprachen.

(Bild: Google)

Eine neue DRM-API öffnet Android für Streaming-Anbieter, als ersten Partner nennt Google den (in Deutschland nicht vertretenen) Video-Streamingdienst Netflix. Das mag auch eine Vorbereitung für den Googles gerüchteweise geplanten eigenen Streaming-Dienst sein.

Welche Geräte Android 4.3 bekommen, hängt natürlich vom jeweiligen Hersteller ab. Aus der eigenen Nexus-Baureihe erfahren laut Google das Nexus 4, Nexus 7, Nexus 10 und Galaxy Nexus ein Update, auch waren die Google-Editions des HTC One und Samsung Galaxy S4 erwähnt.

Update 19:20 Uhr: Auf YouTube hat Google ein Video veröffentlicht, das die Benutzerbeschränkung erklärt. Demnach können Entwickler ihre Apps um Restrictions erweitern, also um die Möglichkeit, dass der Geräte-Administrator der App gewisse Dinge erlaubt oder nicht. Ob das eine Lösung für Androids marodes Rechtesystem ist, lässt sich aber noch nicht abschätzen, denn es ist unklar, ob man einer App Rechte entziehen kann, ohne dass sie dafür vorbereitet ist.

User Restrictions in Android 4.3 für Programmierer erklärt

Auch die Bluetooth Low Energy API erklärt Google in einem Video. Eine weitere Neuerung könnte Android auf Smart Watches vorbereiten: Eine verbesserte Notification-Area ermöglicht es unter anderem, die Status-Nachrichten an Bluetooth-Geräte weiterzuleiten. (jow)