Android 4 auf weniger als einem Prozent der Geräte

Google veröffentlicht monatlich, wie viele Android-Nutzer mit welcher Version arbeiten. Nach den neusten Zahlen gibt es mehr Updates als erwartet. Und auch die Android-Tablets nehmen langsam Fahrt auf.

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Von
  • Jörg Wirtgen

In der von Google monatlich veröffentlichten Statistik der Verteilung der Android-Versionen taucht nun erstmals Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) auf und kommt aus dem Stand auf 0,6 Prozent der Geräte. Das umfasst einerseits das Google Galaxy Nexus, das bislang einzige Gerät, das mit Android 4 ausgeliefert wird, und andererseits Geräte, die schon ein Update erhalten haben – darunter hauptsächlich das Google Nexus S, sowie einige wenige, für die Beta-Versionen oder Mods erhältlich sind – etwa das Huawei Honor (laut the unwired) oder das Samsung Galaxy S2 (laut sammobile). Einige Updates sind für die nächsten Monate angekündigt.

Programmierer können mit gutem Gewissen Android 2.2 (u.a. APP2SD, Backups, heterogene Listviews) und aufwärts voraussetzen.

(Bild: Google)

Der Anteil der Geräte mit der bislang aktuellen Version Android 2.3.3 ist auf 55 Prozent gestiegen, fünf Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Die 2.2-Geräte sind von 35 auf 30 Prozent gefallen. Nur knapp 10 Prozent der Geräte laufen unter Android 2.1 und älter.

Die Tablets nehmen langsam stärker an Fahrt auf, inzwischen laufen 3,3 Prozent der Geräte mit Android 3, fast ein Prozentpunkt oder 50 Prozent mehr als vor Weihnachten. Ab Android 4 ist die Versionsnummer allerdings kein Hinweis mehr darauf, ob es sich um ein Tablet oder Smartphone handelt, da Ice Cream Sandwich für beide Geräteklassen vorgesehen ist – derzeit ist nur noch kein Tablet mit Android 4 (beziehungsweise ein Update darauf) lieferbar.

In die Zahlen fließt allerdings auch das Weihnachtsgeschäft ein, da es die 14 Tage vom 20. Dezember an berücksichtigt. Dort fand ein fetter Smartphone- und App-Boom statt, der sich jedoch kaum bei der Versionsverteilung bemerkbar macht. Lediglich lässt sich vorsichtig behaupten, dass der Anteil der Neugeräte mit noch Android 2.2 überraschend hoch sein könnte, weil der Zuwachs der 2.3-Geräte eher geringer ist als in den Vormonaten.

Doch allzu genau sollte man die Google-Zahlen nicht nehmen, vor allem lassen sich kaum sinnvoll Rückschlüsse auf absolute Zahlen machen. Denn Google zählt nur die Geräte, die in den letzten zwei Wochen auf den Market zugegriffen haben. Somit fallen beispielsweise Geräte unter den Tisch, die – vielleicht gerade aufgrund der zu alten Version – ungenutzt in der Ecke herumliegen, oder solche, die über die Weihnachtsferien nicht eingeschaltet wurden. (jow)