Menü

Android 5 kommt am 3. November und erschwert das Rooten

Google bestätigt, dass Android 5 am 3. November für das Nexus 9 und die Geräte der Nexus-Serie erscheint. Unklar bleibt der Verkaufsstart des Nexus 6 – und Auswirkungen auf die zukünftige Root-Fähigkeit von Android-Geräten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 439 Beiträge
Von

Google hat in einem Brief an Entwickler bekanntgegeben, dass Android 5 Lollipop ab dem 3. November verfügbar sein wird, und zwar in Form des vergangene Woche angekündigten Tablets Nexus 9 – das ebenfalls vorgestellte Smartphone Nexus 6 erwähnt Google an dieser Stelle nicht. Es ist also davon auszugehen, dass dessen Auslieferung erst später beginnt. Updates für die Smartphones Nexus 4 und 5 sowie die Tablets Nexus 7 (die 2013er- und 2012er-Edition) und 10 sollen auch ab dann ausgeliefert werden, wobei es mehrere Wochen dauern kann, bis die Geräte ein OTA-Update (Over the air) bekommen.

Android 5.0 (8 Bilder)

Apps zeigen wahlweise auf dem Sperrschirm nur einen kurzen Hinweis an; für die komplette Meldung muss man das Gerät entsperren.

Andere Hersteller müssen auf die Freigabe des Sourcecodes warten, bevor sie mit der eigenen Implementierung und dann den Provider-Zertifizierungen beginnen. Mit Updates ist daher nicht vor Januar zu rechnen. Einige wie HTC, Motorola, Nvidia und Sony haben schon Geräte genannt, die Android 5 bekommen sollen.

Der Android-Programmierer Chainfire, Autor des Rooting-Tools SuperSU, hat in einem Google+-Posting die Rooting-Fähigkeiten von Android 5 analysiert. Demnach bestätigen sich seine Anfang des Jahres geäußerten Befürchtungen, dass die Sicherheitserweiterung SELinux das Rooting erschwert oder gar unmöglich macht. Besonders eine Änderung beim Aufruf des SuperSU-Daemon bereite Schwierigkeiten, alle ihm bekannten Wege zum Umgehen der install_recovery-Hürde seien versperrt.

Zwei Auswege gebe es: Ein ungesperrter Bootloader oder weitere Sicherheitslücken in den Implementierungen der Gerätehersteller. Es reiche aber möglicherweise nun nicht mehr, die Exploits zum Ausnutzen der Sicherheitslücken nur einmal auszuführen, sondern man müsse sie vielleicht nach jedem Firmware-Update oder sogar bei jedem Booten starten. Die Alternative, SELinux ganz abzuschalten, hält er aber nicht für sinnvoll, da so das Sicherheitskonzept von Android fast komplett ausgehebelt werde.

Somit könnte es sein, dass einige Geräte mit Android 5 sich nur noch rooten lassen, wenn der Hersteller eine Möglichkeit zum Entsperren des Bootloaders vorsieht oder es direkt mit ungesperrtem ausliefert. Für die (ungesperrten) Nexus 5, 7 und das Google-TV mit aktueller Android-Preview hat Chainfire einen Image mit Fix für SuperSU bereitgestellt. (jow)